Ein Archiv, ein Berg, die Westmauer

Früh am Morgen machte ich mich auf den Weg zum Alozorov Busbahnhof, um nach Jerusalem zu fahren.

Wieder einmal der Bus 480. Wie oft eigentlich schon?

In Jerusalem angekommen machte ich mich auf den Weg zum Archiv für die Geschichte des Jüdischen Volkes auf dem Gelände der Hebräischen Universität (Campus Givat Ram). Im Archiv traf ich Denise Rein, die mir über die Arbeit des Archives und aktuelle Projekte berichtete. Ich traf Denise Rein zufällig (?) bei meinem letzten Israel Besuch und der Kontakt blieb bestehen. Ich finde es immer wieder spannend zu sehen wie engagiert die Mitarbeiterinnen solcher Institutionen arbeiten. Weit über das erwartete hinaus. Was wäre Israel ohne solche Menschen?

Im Anschluss an Givat Ram machte ich mich auf den Weg zum nahe gelegenen Israel Museum. Hier war ich auch schon ein paar Jahre lang nicht mehr und mich zog etwas bestimmtes in dieses Museum. Ich wurde nicht enttäuscht. Das Modell ist wirklich atemberaubend. Man fühlt sich ganz konkret in die zeit des zweiten Tempels zurück versetzt. Ansonsten befindet sich das Museum im Umbau.

Nach dem Besuch des Israel Museum zog es mich zur Jaffa Road und zum Mittagessen im Village Green. Das Restaurant war wieder einmal brechend voll. Das ist immer so, wenn ich dort ankomme. Egal zu welcher Tageszeit. Ich bin dann immer von ganz vielen amerikanischen Juden umgeben und mit ein paar Israelis. Ich fühle mich in dieser Gesellschaft recht wohl. Das eigentlich Spannende am Village Green ist die Frage, ob es einen freien Platz gibt. Heute bin ich nach draussen ausgewichen. Angesichts der milden Temperaturen war das auch keine schlechte Idee.

Nach dem Essen habe ich mich auf den Weg zum Scopusberg gemacht. Hier gibt es eine tolle Promenade mit einer atemberaubenden Aussicht auf Jerusalem. Sowohl die Altstadt als auch die Neustadt überbieten sich in ihrer Schönheit.

Schliesslich zog es mich noch zu einem kurzen Besuch nach Har Nof und schliesslich von dort aus zur Westmauer. Es wurde schon dunkel. Aber das ist auch in Ordnung. Es war Zeit für das Maariv (Abendgebet). Gerade an diesem Ort, zu dieser Zeit, ein besonderes Erlebnis.

Busfahren in Israel und besonders in Jerusalem ist völlig problemlos und – auch in jüdischen, religiösen, Stadtvierteln – völlig ungefährlich. Ein paar Dinge sollte man beachten. Dann wird es keine Probleme geben.