GrenzOrte: Herzlberg (Jerusalem)

Der Name sagt schon worum es geht. Herzberg. Har Herzl. Mount Herzl. Hier liegen also die sterblichen Überreste von Theodor Herzl begraben. Auf der Spitze des Berges steht ein schwarzer Stein. Dort liegt Theodor Herzl begraben. In israelischer Erde. Wie es sein Wunsch war. Warum finden wir nun kleine Steine auf dem grossen, schwarzen, sein ? Das ist Tradition im Judentum. Man legt keine Blumen auf Gräber. Sondern Steine. Als Zeichen der Erinnerung. Im Schiur habe ich folgendes gelernt:

„Warum legt man im Judentum Steine und nicht Blumen auf die Gräber ?“

Weil Blumen verwelken. Steine sind ein ewiges Zeugnis.

Natürlich gibt es in unserer Modernen Welt auch Blumen und Kränze auf jüdischen Gräbern. Ich sehe das nicht streng. Jede/r sollte es nach seinem Willen handhaben.

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Ein Besuch auf dem Herzlberg ist eine Wanderung durch die israelische Geschichte. Durch die Geschichte des Zionismus. Bei jedem Besuch in Israel zieht es mich hier herauf. Israel. Das ist für mich eine Mischung aus Traurigkeit und Freude, eine Mischung aus Niedergeschlagenheit und Übermut, eine Mischung aus Tränen und Lachen. Beides.

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Auch Yitzhak Rabin liegt hier, auf dem Herzl Berg, begraben. Zusammen mit seiner Frau Lea.

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Ih kann jedem Besucher der sich für die Geschichte des Staates Israel seit der Gründung 1948, und/oder die Geschichte der Zionistischen Bewegung interessiert, einen Besuch des Herzlberges nur empfehlen. Am besten alleine. Mit Zeit in der Tasche.

Neben den Eingang des Herzlberges befindet sich das Herzl Museum. Ein Projekt der Jerusalem Foundation. Immer wieder beachtenswert.

Durch einen kleinen Waldweg getrennt befindet sich Yad Vashem, die nationale Schoa Gedenkstätte, nur wenige Meter entfernt.