Freude im Judentum

simcha. freude. das ist ein wichtiger pfeiler des judentums. simcha kommt uns immer wieder entgegen. in liedern. in texten. judentum ohne freude ist nur ein halbes judentum. so wie ein leben ohne freude nur ein halbes leben ist. ein leben ohne freude ist dazu verdammt ein einsames, ein trauriges leben, zu sein. judentum ohne freude waere eine religion die einsam und traurig ist. eine religion die nur noch darauf bedacht ist die tradition zu wahren. ich erinnere mich immer wieder an die tanzenden, singenden, jubelnden, menschen in har nof. manchmal wuerde ich mir etwas von dieser froehlichkeit auch in deutschen synagogen wuenschen.

wobei nicht gesagt sein soll das man in deutschen synagogen nicht froehlich ist. zwar hat der rabbiner eine gewisse „showmaster funktion“. oder sagen wir vielleicht „animateur funktion“. wenn der funke aber uebergesprungen ist geht es richtig froehlich zu. das habe ich am letzten freitag erleben duerfen. der gesang beim kiddusch war wirklich toll.

gerade die freude am judentum ist etwas das unser rabbiner uns zu vermitteln sucht. die freude an den texten. aber auch die freude zusammen mit anderen zu beten und zu feiern.

es sind gerade diese inseln der freude die mich durch meine eigene, schwierige, zeit retten.

eine immer wiederkehrende insel der freude ist der schabbat. wir freuen uns ueber den bund haschems mit seinem volk. deswegen ist es verboten an schabbes ueber arbeit nachzudenken. es ist verboten an schabbes traurige gedanken zu haben. es ist verboten an schabbes zu trauern. schabbes ist eine insel der freude in einem meer aus mittelmaessigkeit und manchmal traurigkeit.

der schabbes ist fuer mich wie eine rettende insel. simcha. freude. ich verstehe immer mehr  warum gerade simcha, freude, so wichtig ist. im judentum. im leben.