Buchbesprechung: Tor zum Talmud

eine interessante besprechung eines ebenso interessanten werkes. ich habe das „tor zum talmud“, verfasst von rabbiner yaacov zinvirt, geradezu verschlungen. rabbiner zinvirt schafft es eine komplizierte materie, die eine ungeheure eigendynamik entwickelt, leicht verstaendlich zu erklaeren. rabbiner zinvirt oeffnet tatsaechlich ein tor zum talmud. in gut verstaendlicher und spannungsreicher weise geschrieben oeffnet sich das tor und laesst den leser, auf eigenen wegen, in den garten des talmud eintreten. der garten ist wunderschoen und lehrreich. gerade bei der lektuere des buches „tor zum talmud“ wurde mir klar wie wichtig es manchmal ist einen tueroeffner, oder – um im bild zu bleiben – einen menschen zu finden der das tor zum wissen oeffnet. lernen muss der mensch selbst. das ist auch rabbiner zinvirt wichtig. rabbiner zinvirt will nicht in den lernprozess eingreifen. vielmehr will rabbiner zinvirt so etwas wie ein wegweiser sein. ein wegweiser wird solange gebraucht bis der lernende sich der thematik stellen kann und will. der wegweiser wird gebraucht, bis der lernende so viele schritte im garten des talmud gemacht hat, das der alleine weitergehen kann. fragen werden immer bleiben. auch nach lektuere des buches „tor zum talmud“. das ist gut und wichtig. denn lesen soll ja gerade auch dazu dienen neugierig zu werden und weitere fragen zu stellen. man darf auch die naechsten baende des „lebendigen lehrhauses“ gespannt sein.

Das Tor zum Talmud: Mischna für alle

In der jüdischen Tradition wird als eine der Tragödien, derer am 10. Tewet mit Gebeten und Fasten gedacht wird, die Übersetzung der Tora ins Griechische genannt. Dies habe, so die Überlieferung, einen irreparablen Schaden verursacht. Denn die Tora sei dem jüdischen Volk in der Heiligen Sprache (Laschon Hakodesch) gegeben worden. Und alle Auslegungen und Deutungen, die Übersetzungen mit sich bringen, würden den Inhalt verfälschen…

Rabbiner Yaacov Zinvirt will mit seinem Buch das „Tor zum Talmud“ öffnen

Detlef David Kauschke | Jüdische Allgemeine Nr. 13/09

Insofern ist das Studium der Heiligen Schrift eigentlich nur im Original – in Hebräisch und bei talmudischen Textpassagen auch Aramäisch – empfohlen. Soweit so gut. Doch wie sollen Interessierte außerhalb der jüdischen Lehrhäuser sich dem Talmud ohne die Kenntnis dieser alten Sprachen nähern? Der Duisburger Gemeinderabbiner Yaacov Zinvirt hat sich dieser Frage gestellt, und sie mit seinem soeben erschienenen Buch Tor zum Talmud beantwortet. „Ich bin durch mein Studium in den Jeschiwot mit den Quellen vertraut“, sagt er. „Und nun will ich eine Brücke bauen, indem ich in deutscher Sprache an diese Quellen heranführe.“ Mit dem Buch soll sich der Talmud für den Leser öffnen, „der schnell und ohne Vorkenntnisse in die besondere Methodik und Dynamik des Talmudstudiums einsteigen möchte“, verspricht eine Verlagsinformation.

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