4 Wochen Tagesklinik – Eine Bilanz

Vier Wochen bin ich nun in der Tagesklinik. Eine Bilanz ziehen? Schwierig. Aber nicht unmöglich.

# Ich gewinne an Selbstvertrauen. Ich mache Dinge die ich viele Jahre vermieden habe. Ich verliere Ängste, die sich über Jahrzehnte aufgebaut haben.

# Mein Verhältnis zu Angst und Panik verwandelt sich. Von der Abwehr in ein positives Annehmen.

# Mein Denken verändert sich. Dass negative Denken, vor allem über mich selbst, wird mehr und mehr durch ein reflektierendes Denken abgelöst.

# Ich lerne mich abzugrenzen. Abzugrenzen von Menschen, die ich nicht mag. Das können Mitpatienten genau so sein wie Therapeuten.

# Ich lerne wieder Menschen zu vertrauen und Gefühle, auch Nähe und Zuneigung, auszudrücken. Verbal und nonverbal.

# Mir werden Zusammenhänge bewusst, die ich bisher verdrängt habe.

# Ich erkenne den Pfad, der zur Depression geführt hat.

# Die Diagnose hat sich geklärt. Angst und Panik waren nur Abwehrmechanismen, um die Depression nicht erkennen zu müssen.

# Ich habe zwei wunderbare Menschen kennengelernt, die auch nach der Tagesklinik Freunde bleiben werden.

# Ich habe die gute Erfahrung gemacht mich, mit allen Schwächen und Stärken, einbringen zu können.

# Ich habe gelernt, zu meinen Schwächen und negativen Eigenschaften, genau so zu stehen wie zu meinen Stärken und positiven Eigenschaften. Ich habe gelernt, dass jeder Mensch zwei Seiten hat.

# Ich habe die progressive Muskelentspannung erlernt. Ein gutes Verfahren um Anspannung und Ängste in Energie zu verwandeln.

# Ich habe die Grundvoraussetzungen von Yoga erlernt und mich zu einem Kurs angemeldet. Ich kann feststellen, das Yoga für mich entlastend ist, und gleichzeitig eine angemessene sportliche Betätigung.

Ich finde, das ist eine ganz gute Bilanz nach 20 Tagen.