Die Westmauer – Religion und Politik

Ich bin ein Verfechter der Trennung von Politik und Religion. Politik sollte nicht religiös sein. Aber kann Religion unpolitisch sein ?

Die Westmauer in Jerusalem ist ein religiöser Ort. Ein religiöser Platz. Wir beten und weinen und freuen uns – an der Westmauer. Die Westmauer ist ein religiöses Symbol der Hoffnung.

Die Westmauer in Jerusalem ist aber auch ein politischer Ort. Kaum ein Ort ist so sehr verbindend für alle jüdischen Menschen auf der Welt. Die vielen Webcams, und die Möglichkeit E Mails mit Bitten und Gebeten an die Westmauer zu schicken, sprechen für die hohe Bedeutung des Ortes.

Die Westmauer in Jerusalem ist das (!) Symbol für die Befreiung Jerusalems im Jahre 1967. Der schnelle israelische Gewinn des Sechstagekrieges. Die Westmauer in Jerusalem steht für mich stellvertretend für das Wunder des Überlebens. Gegen alle Wahrscheinlichkeit existiert der Staat Israel noch heute. Trotz aller Kriege. Trotz allen Terrors Tretz der er „Nachbarstaaten“. Ist es da unwahrscheinlich das G“tt seine schützende Hand über sein Volk und das heilige Land hält ?

(Auch) an der Westmauer in Jerusalem werden die Soldaten vereidigt. Soldaten denen der Schutz des Staates Israel obliegt. Viel zu jung sind diese Menschen für die Aufgabe. Es geht letztlich um das eigene überleben – wie auch um das überleben des Staates. Leider ist Israel auf seine militärische Stärke angewiesen. Eine Niederlage bedeutet die Vernichtung des jüdischen Staates.

So spielen Politik und Religion an diesem Ort zusammen. In diesem Falle halte ich die Vereinigung von Politik und Religion für sinnvoll. Die israelische Realität spricht gegen eine Trennung.