Was es nicht alles gibt

Ausgerechnet ein religiöser Gebrauchsgegenstand hat in den USA für einen Bombenalarm gesorgt. Ein religiöser Mann legt seine Tefillin an, um das Morgengebet zu sprechen. Er befindet sich an Bord einer amerikanischen Maschine.

Was will uns diese Geschichte erzählen ? Was können wir daraus lernen ? Zunächst einmal: die meisten der Passagiere im besagten Flugzeug wussten nicht was Tefillin sind. Sie hatten vermutlich keine Ahnung das dieser Gegenstand etwas mit dem Judentum zu tun hat. Die Passagiere wussten auch nicht, das es eine religiöse Pflicht ist die Tefillin beim Morgengebet zu benutzen. Vermutlich war noch kein anderer Passagier jemals in einer Synagoge. Die Geschichte zeigt uns, das Unwissen zu Reaktionen führen kann, die bestenfalls unverständlich sind.

Auf der anderen Seite verstehe ich die blank liegenden nerven in den USA. Seit dem 11. September 2001 ist das Land nicht mehr mit unbegrenzten Möglichkeiten gesegnet. Die Verletzlichkeit der USA ist eine schwere Lektion. Ich denke, man sollte der verhalten der USA, gerade wenn es um Terror geht, nicht zu hart kritisieren. Würde ich anders reagieren ? Ich weiss es nicht.

Die Ereignisse führen uns aber auch zu einer anderen Frage: Wie sieht es mit unserer Gebetspraxis aus ? Warum ist es eher ungewöhnlich ganz öffentlich zu Beten ? In Israel ist das Beten in der Öffentlichkeit völlig normal. Warum ist das in den USA oder auch in Deutschland anders ?