Ein Kinderbuch über den Tod

Das hier vorgestellte Buch kommt bei mir immer dann zum Einsatz, wenn ich mit Kindern über den Tod spreche. Anhand eines alten Meerschweinchens kommt man schnell ins Gespräch über Leben und Tod. Im vorgestellten Buch erzählt das Meerschweinchen, in kindgerechter Sprache, über sein Leben. Es war ein interessantes und erfüllendes Leben.

Herr Muffin nimmt sich ein Herz und denkt zurück: an seine Frau, an die Kinder und den Hamster, den er immer beneidete. An das, was gut war: 7665 Mal hat man ihn gestreichelt, 728 ganze Gurken konnte er verputzen, er war frei – und der Hamster musste die ganze Zeit in seinem Rad laufen.

Viele Kinder haben ja Haustiere. So ist schnell die Brücke ins Konkrete geschafft. Anhand des Lebensweges von Herrn Muffin kommt man auf die eigene Familie, die ganz konkrete Kinderwelt, zu sprechen. Dieses Konkrete ist der erste Schritt in ein Gespräch, das Angst nehmen soll. Das gilt besonders dann, wenn Geschwister oder ein Teil der Eltern wegfallen. Das gilt auch für die geliebte Oma oder den Opa, der in hohem Alter stirbt und einfach fehlt. Auch kommt es vor das ein Stuhl im Kindergarten, in der Schule, auf einmal leer bleibt.

Das vorgestellte Buch ist aber auch ein Buch für Erwachsene. Für Eltern und/oder für Menschen, die im Krankenhaus und/oder in der Hospizarbeit tätig sind. Mit diesem Buch kann man in Worte fassen, was sich sonst den Worten verschliesst. Wir wissen das Kinder offener, direkter, auch mit dem Thema „Tod und Sterben“ umgehen. Diese Direktheit kann auch für Erwachsene hilfreich und wichtig sein. Gerade bei einem so schwierigen Thema wie „Tod und Sterben“.