Theorie und Praxis

Im Jahre 2009 hat die Evangelische Kirche in Deutschland eine Denkschrift mit dem Titel „Umkehr zum Leben“ beschlossen. Es geht darin um die Umweltbelastung im Allgemeinen und den Klimawandel im Besonderen. Schöne Worte enthält diese Denkschrift. Mit den Taten sieht es eher mager aus.

Umweltschutz in der Kirche anzuregen ist wirklich ein schweres Geschäft. Energiesparbirnen scheinen ebenso exotisch zu sein, wie Umweltschutzpapier. Dabei sind beides einfache und kostensparende Möglichkeiten, die Umwelt zu schonen.

Aber das ist kein Grund zur Resignation.

Ich denke das Thema „Umweltschutz“, in allen seinen Facetten, muss einfach immer wieder, von innen her, in den Alltag der Gemeinde eingebracht werden.

Um diese Impulse einbringen zu können, muss man sich aber engagieren. Nur klagen nützt nichts. Konstruktiver (!) Einsatz ist gefragt.

Immerhin ist es, in meiner Wahlgemeinde, schon gelungen den Gemeindebrief auf 100 % Umweltschutzpapier zu drucken.

Weiterhin beschäftigt sich die Gemeinde mit dem Thema „Energieautonomie“. Das geschieht ganz praktisch, indem es eine öffentliche Vorführung des Filmes „Die 4. Revolution“ geben wird. Einen Monat später haben wir einen Referenten von Greenpeace zu Gast. Er spricht zum Thema „Klimaschutz zum selber machen“.

Natürlich kann man diese Aktivitäten belächeln und ein resigniertes „Das bringt doch alles nichts!“ äussern. Aber das ist mir zu wenig. Ich glaube daran das der Tropfen den Stein aushöhlen kann. Langsam, nachhaltig, ohne Druck. Es geht nicht um den erhobenen Zeigefinger. Ich denke Veränderung kann nur stattfinden, wenn man Menschen überzeugt. Nur mit Überzeugung engagieren sich Menschen nachhaltig für ein gemeinsames Ziel.

Diesen spannenden Prozess konnten wir in die Gemeinde tragen. Ich freue mich auf die interessanten Diskussionen der kommenden Zeit.