Lesung mit Lea Fleischmann

Gestern war ich zu Gast bei einer Diskussion und Lesung mit Lea Fleischmann. Schon seit vielen Jahren bin ich ein Leser der Bücher von Lea Fleischmann. Diese Literatur, gerade die letzten Bücher mit religiösen Themen, finden immer mein Interesse. Es gibt eine Menge zu lernen.

Der Vortragsraum war völlig überfüllt. Lea Fleischmann findet eben immer Interesse. Es gibt bei Veranstaltungen wie diesen auch immer die Möglichkeit sich Bücher signieren zu lassen.

Lea Fleischmann referierte über das orthodoxe Judentum in Jerusalem. Wenn sie, zum Beispiel, von Mea Shearim erzählt, fühle ich mich zurückversetzt zu meinen eigenen Reisen.

Nach der Lesung konnten die Zuhörer Fragen stellen. Die Diskussion war erstaunlich ruhig und gelassen. Auf der anderen Seite war auch Polizei im Raum. Angesichts des Publikums war diese Vorsicht aber wohl übertrieben.

Trotz der Ruhe bei der Diskussion zeigte sich schon eine gewisse Fremdheit zwischen den Welten von Lea Fleischmann und der Lebenswelt der meisten Zuhörer. Die Realität orthodoxen Lebens lässt sich eben kaum vermitteln. Wer diese Welt nicht wenigstens andeutungsweise kennt, kann kaum verstehen, worüber Lea Fleischmann spricht.

Letztlich war also schon eine gewisse Fremdheit in den Lebenswelten zu spüren. Das lässt sich auch nicht überwinden. Eine Welt, die glaubt, ohne G“tt leben zu können, wird nie eine Lebenswelt verstehen, die nach den Regeln einer religiösen Kultur lebt.