Dunkel und Licht = Karfreitag und Ostern

Es war Dunkelheit und es wurde Licht. Karfreitag und Ostern. Tod und Auferstehung. Alpha und Omega. Ein Ende und ein Anfang. Der Anfang aller Anfänge. Mit Ostern gibt es nur noch Anfänge. Auch wenn diese Anfänge Abschied bedeuten.

Dunkel und Licht. Tod und Auferstehung. Trauer und Freude. Ein Aufruf zur Bescheidenheit in Worten und Taten. Wir dürfen Kinder Gottes sein. Sogar geliebte Kinder Gottes. Geliebt durch Jesus Christus, der für uns auferstanden ist. Wir sind fehlbare Menschen, mit Eigensucht und Profilierungswut. Mit Vorteilstreben bis hin zum Tode. Zum Tode Jesu.

Dunkel. Und Lieder aus Taize. Im Dunkel unserer Nacht, so sagt ein Lied, beten wir darum, dass ein Feuer entzündet wird, das niemals verlischt.

Feuer. Licht. Wärme. Mit einem gewaltigen Stoss der Orgelmusik, mit einem gewaltigen Überfluss an Helligkeit wird ein Symbol gesetzt. Ein Symbol des Lebens. Jesus ist auferstanden. Für uns ist Jesus auferstanden. Mit dem Tod ist eben nicht alles zu Ende. Der Tod ist nur ein Übergang von der hiesigen Welt der Leiden in die Welt Gottes. Überfliessendes Licht ist das Symbol des Überganges.

Licht auch in der Finsternis. Die Kerze. Die Kerze wandert von  Mensch zu Mensch. Eine Kerze nach der anderen entzündet sich. Hoffnungslichter. Lichter der Gemeinschaft. Wir sind nicht alleine, weil Gott bei uns ist. Immer wieder. Auch wenn wir Gott nicht sehen. Er ist mehr als unsere sichtbare Welt. Gott ist Leben, gerade in Gestalt seines Sohnes Jesus Christus, den er für uns Menschen hergegeben hat. Der Tod hat nicht das letzte Wort. Der Sohn Gottes ist auferstanden und wir werden, als Nachfolger, auferstehen. Es ist nichts vorbei.

Ostern hat, für mich, etwas Tröstliches. Mit fröhlichem Herzen gehe ich durch die Osternacht, in dem Wissen nicht alleine zu sein.

Ostern. Das ist Licht. Licht nach einer Finsternis. Licht, in meinem Leben, das so oft durch die Finsternis verdunkelt wird. Und doch weiss ich, gerade wenn ich dieses Licht nicht sehen kann, das dieses Licht da ist. Ein wärmendes, ein gleissendes, Licht. Das Licht trägt die Gestalt von Gottes Sohn.

Wovor sollte ich mich fürchten ?

Gerade in dieser Nacht, die so anders ist als alle anderen Nächte.