Die Nacht, die Nacht

Manchmal fühlt sich der Grenzgänger ausgebrannt und gleichzeitig brennend. Die Nacht, das böse Ungeheuer. Wie sollen die Stunden nur vorbeigehen? Medikamente, Medikamente. Nicht Ritzen, bitte. Auch wenn es schwer ist. Schwer, der grenzenlosen Traurigkeit etwas entgegenzusetzen. Schwer, der Schwere etwas entgegenzusetzen. Es gibt kein Licht mehr. Nur Dunkelheit. Dunkelheit, die Angst macht. Dunkelheit, die nicht müde, sondern wach macht. Medikamente, Medikamente. Werde ich schlafen können in einem unruhigen Traum voller Gestalten ? Ach, da ist keine Angst vor dem Tod. Eher die Verheissung. Aus. Vorbei. Bitte, lieber G“tt, beschütze mich. Nimm mir die Angst und die Traurigkeit und die Farbe. Schwarz. Abgrund. Totentanz. Nein, keine Drohung. Eine Verheissung. Blut, Blut. Nicht als Flüssigkeit des Lebens. Als Versuch zu fühlen. Aber es fühlt sich nichts. Lieber G“tt beschütze mich. Lasse das alles vorbeigehen. Wenigstens ein paar Stunden Schlaf ohne die Gespenster der Gegenwart und Vergangenheit. Bitte, G“tt, hole mich in Deine Welt. Es gibt nichts mehr, an was ich mich hier halten kann und will. This World ist Nothing. Alleine Olam Haba. Bitte, lieber G“tt, bitte.