Kardinal Meissner geht in Unruhestand

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Joachim Kardinal Meissner.

Für viele Menschen, auch für Katholiken, ist schon der Name eine Provokation.

Doch der Grenzgänger wird Kardinal Meissner vermissen.

Joachim Kardinal Meissner geht mit 80 Jahren in den Unruhestand.

Kardinal Meissner war immer gut für klare Worte. Er schärfte das Profil der katholischen Kirche. Auch gegenüber der Profillosen und damit bequemen evangelischen Kirche. Kardinal Meissner, ein enger Vertrauter von Papst Johannes Paul II, ging nie den einfachen Weg. Das Gehen unbequemer Wege kostet Kraft. Diese Kraft fand Kardinal Meissner im Glauben. Er war, in der Tat, ein furchtloser Gläubiger. Wenn ich Kardinal Meissner zuhörte, fühle ich mich oft an die Szene, in der Jesus den Sturm auf dem See bändigte. Mit ihm waren die Jünger an Bord. Die weckten Jesus, der den Sturm bändigte. Und Jesus stellte die entscheidende Frage: „Was seid ihr furchtsam, Kleingläubige?“. Diese Frage könnte auch von Joachim Kardinal Meissner stammen.

Nein, Joachim Kardinal Meissner wird nicht aus der Öffentlichkeit verschwinden. Er sagte zum Abschluss dieses tollen Videos, das jetzt mehr das „darf“ im Vordergrund steht, weniger das „muss“. Unruhestand.

Alles Gute, Joachim Kardinal Meissner.

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Und als er in das Boot gestiegen war, folgten ihm seine Jünger. Und siehe, es erhob sich ein heftiger Sturm auf dem See, so dass das Boot von den Wellen bedeckt wurde; er aber schlief. Und sie traten hinzu, weckten ihn auf und sprachen: Herr, rette uns, wir kommen um! Und er spricht zu ihnen: Was seid ihr furchtsam, Kleingläubige? Dann stand er auf und bedrohte die Winde und den See; und es entstand eine große Stille. Die Menschen aber wunderten sich und sagten: Was für einer ist dieser, dass auch die Winde und der See ihm gehorchen?

(Die Bibel Matthäus 8,23-27)

Und an jenem Tag sagt er zu ihnen, als es Abend geworden war: Lasst uns zum jenseitigen Ufer übersetzen! Und sie entließen die Volksmenge und nehmen ihn im Boot mit, wie er war. Und andere Boote waren bei ihm. Und es erhebt sich ein heftiger Sturmwind, und die Wellen schlugen in das Boot, so dass das Boot sich schon füllte. Und er war hinten im Boot und schlief auf dem Kopfkissen; und sie wecken ihn auf und sprechen zu ihm: Lehrer, kümmert es dich nicht, dass wir umkommen? Und er wachte auf, bedrohte den Wind und sprach zu dem See: Schweig, verstumme! Und der Wind legte sich, und es entstand eine große Stille. Und er sprach zu ihnen: Warum seid ihr furchtsam? Habt ihr noch keinen Glauben? Und sie fürchteten sich mit großer Furcht und sprachen zueinander: Wer ist denn dieser, dass auch der Wind und der See ihm gehorchen?

(Die Bibel Markus 4, 35-41)

Und es geschah an einem der Tage, dass er in ein Boot stieg, er und seine Jünger; und er sprach zu ihnen: Lasst uns übersetzen an das jenseitige Ufer des Sees. Und sie fuhren ab. Während sie aber fuhren, schlief er ein. Und es fiel ein Sturmwind auf den See, und das Boot füllte sich mit Wasser, und sie waren in Gefahr. Sie traten aber hinzu und weckten ihn auf und sprachen: Meister, Meister, wir kommen um! Er aber stand auf, bedrohte den Wind und das Gewoge des Wassers; und sie legten sich, und es trat Stille ein. Er aber sprach zu ihnen: Wo ist euer Glaube? Erschrocken aber erstaunten sie und sagten zueinander: Wer ist denn dieser, dass er auch den Winden und dem Wasser gebietet und sie ihm gehorchen?

(Die Bibel Lukas 8, 22-25)

Quelle: Elberfelder Bibel 2008