Antizionismus = Antisemitismus

Wirklich neu ist die Erkenntnis nicht. Antizionismus ist nichts anderes als Antisemitismus. Heute hat man ja nichts mehr gegen Juden, sondern gegen Zionisten und den Staat Israel. Trotzdem gibt es diese Linie vom Antijudaismus der christlichen Kirchen zum Antisemitismus, der immer latent ist, zum Antizionismus, der nichts anderes bedeutet als Hetze gegen den jüdischen Staat und seine Einwohner.

(Das in Israel auch nichtjüdische Menschen leben ist zu den Antizionisten noch nicht vorgedrungen.)

Eine besonders aktuelle Form des Antizionismus ist der Boykott des Staates Israel. Ausgerechnet der CVJM Verband in Norwegen hält einen Israelboykott für notwendig. Dabei hätten die beiden Amtskirchen und ganz besonders die heutigen Amtskirchen in Skandinavien, genug mit der Aufarbeitung des eigenen Verhaltens in der NS-Zeit zu tun.

Sicherlich, es gab Ausnahmen. Bekannte und weniger Bekannte Judenretter. Aber der braune Untersatz ist in den Kirchen, und in den Köpfen angeblicher Christen, geblieben.

Jesus war Jude. Über die Folgen dieser Tatsache denkt man in den Kirchen lieber nicht nach. Da war Jesus halt Palästinenser und schon stimmt die Welt wieder. Bücher, wie die des Autors Guido Baltes, werden, in solchen Kreisen, leider kaum gelesen.

Das hier ist eine typisch antijudaistisch/antisemitisch/antijudaistische Veranstaltung einer ganz normalen evangelischen Kirche. Das ist Standard. Auch das Zeigen des Filmes „Die eiserne Mauer“, der die Existenzberechtigung des Staates Israel in Frage stellt, ist eher ein Sahnehäubchen für die kranken Kirchen-Hirne.

Ich bin froh keiner dieser antisemitischen Organisationen (mehr) anzugehören. Schlimm genug ist die Praxis der Glaubensantisemiten. Teilen muss man diese Praxis nicht. Ändern allerdings, das ist meine Überzeugung, lässt sich der jahrtausendealte Antisemitismus auch nicht mehr. Da bleiben nur der Austritt und das Hoffen darauf das die Kirchen weiterhin an Einfluss und Mitgliedern verlieren. Manche Probleme lösen sich eben ganz von selbst.