Fremde Feder: „Der Verzicht auf Atomwaffen rächt sich“

Ob er diese Entscheidung am Ende seines Lebens bereut hat? Nach langen Geheimverhandlungen mit den USA und Großbritannien verzichtete der libysche Machthaber Muammar al Gaddafi im Dezember 2003 auf Massenvernichtungswaffen. Sein Atomprogramm war damals weit fortgeschritten. Im Gegenzug wurden die Sanktionen aufgehoben, die Beziehungen zum Westen normalisierten sich. Knapp acht Jahre später griffen die USA, Großbritannien und Frankreich aufseiten der Anti-Gaddafi-Rebellen in den libyschen Bürgerkrieg ein. Hätten sie das auch getan, wenn der Diktator Atomwaffen gehabt hätte? Wohl kaum. Atomwaffen schrecken ab. Das Beispiel Nordkorea lehrt, dass sich ein Land durch ihren Besitz gegen jede Art von Invasion immunisiert.

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