Der Preis einer Cloud

Wer hat sie nicht, die eigene Cloud ? Ich habe auch eine. Und, ich gebe es zu, bisher habe ich mir noch keine grossen Gedanken über die Umweltauswirkungen der Cloudirisierung des Internets gemacht. Die Daten sind immer dort vorhanden, wo man gerade herumturnt. Überall dort, wo ein Internetanschluss vorhanden ist, sind auch die Daten in der Cloud vorhanden. Fälle von Cloud-Diebstahl sind mir bisher nicht bekannt.

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Nun beklagt Greenpeace, völlig zu Recht, die Auswirkungen der Cloudirisierung auf die Umwelt. Natürlich brauchen diese ganze Wolken auch Strom. Viel Strom. Und die Frage ist wo dieser Strom herkommt und wie gross der ökologische Fussabdruck ist. Letzteres hängt ursächlich mit der Art und Weise zusammen, in der dieser Strom produziert war.

An der Spitze des Ranking stehen Apple und Facebook. Der gesamte Strom für die Apple-Cloud kommt aus erneuerbaren Energien. Facebook hat immerhin 51 % Anteil an „grünem Strom“ zu verzeichnen. Auch Google kommt gut weg.

Ausser Apple und Facebook hätten sich inzwischen auch Box, Google, Rackspace und Salesforce verpflichtet, ihre Rechenzentren in naher Zukunft nur noch mit Ökostrom zu betreiben, so Greenpeace. Sie hätten zudem alle begonnen, ihre Zusagen auch zu erfüllen.

Die rote Laterne trägt Amazon vor sich her. Noch ein Negativpunkt für das Unternehmen. 15 Prozent grüner Strom für die Cloud ist eindeutig zu wenig.

Und, um ehrlich zu sein, ist der „grüne“ Strom nur insofern grün, als er weniger (!) Umweltbelastungen mit sich bringt. Einzig klimafreundlich ist nicht verbrauchter Strom.

Nun, es gibt auf meinem Schreibtisch, ganz altmodisch, noch eine externe Festplatte. Da sind auch ein paar Daten drauf. Die externe ist sozusagen mein Archiv an Daten, die ich nicht mehr oft benötige. 1,5 TB hat die externe. Ich werde wohl in Zukunft genauer schauen, welche Daten ich unbedingt in meiner Cloud brauche und welche Daten auch Offline sein können.

(Wer näheres zum Greenpeace Bericht lesen möchte, dem empfehle ich diese Quelle.)

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