Nightfever

Nach langer Zeit habe ich meinen Entschluss endlich in die Tate umgesetzt. Ich habe Nightfever besucht. Ein G“ttesdienst, viel religiöse Musik, eine Kirche, die nicht unbedingt gut gefüllt war. Aber dafür war die Kirche mit jungen Menschen gefüllt, die sich wirklich alle Mühe machten, einen guten Abend auf die Beine zu stellen. Es ist ihnen gelungen. Im Laufe des Abends kamen immer wieder Menschen in die Kirche um zu sehen und zu fühlen, was dort passiert. Ich denke, genau das ist die Besonderheit bei Nightfever. Die Offenheit der Zeit. Man kann für eine Minute kommen oder auch für ein paar Stunden. Alles ist richtig. Es gibt kein falsch. Wie Nightfever die Menschen in ihrem Innern berührt, kann ich nicht sagen. Aber, mit Hilfe G“ttes, wird die eine oder der andere etwas vom Trost und der Freude des Glaubens mitnehmen.

Auch für die „Zerbrochenen“ ist Nightfever gemacht. Menschen, die Zweifeln, Menschen, deren Lebensgefüge, deren System, auseinandergebrochen ist. Dann greifen manche Menschen nach Drogen oder flüchten sich in übersinnliche Angebote. Ich verurteile das nicht. Ich weiss nur, das meine Form der Gebrochenheit, dass die Krankheit, mich auf einen anderen Weg, hin zu G“tt, geführt hat.

Manchmal fühle ich mich wie im Buch „Theos Reise“. Dieses Buch habe ich verschlungen. Da geht ein kranker Junge, deren Zeit gezählt zu sein scheint, auf eine Reise durch die Religionen. Auch ich habe diese Reise gemacht, wenn auch unvollständig. Katholisch, Atheist, Judentum, Evangelisch, Katholisch.

Nein, ich bereue diese Reise nicht. Auf jeder Station habe ich viel für mich gelernt und auf jeder Station habe ich Freunde gewonnen. Und diese Erkenntnis: Wo auch immer wir stehen, wir glauben an den EINEN G“tt. Wenn wir das verstehen, können wir aufeinander zugehen. Und da gibt es einige Wege.

Wer an den EINEN G“tt glaubt, der wird nicht an Extreme glauben. Kein Mensch ist besser oder schlechter angesichts seines Glaubens. Es geht darum im Glauben zu lernen, den Glauben so zu füllen, dass er Freude und Trost gibt.

Davon etwas mitzuteilen, etwas zu leben, ist ein gutes Ziel.

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