Fremde Feder: „Wie Hacker das Internet retten“

Heartbleed war nur der Anfang

Wie Hacker das Internet retten

Von Klaus Wedekind

Heartbleed hat es deutlich gezeigt: Wirtschaft und Politik tun immer noch viel zu wenig für die IT-Sicherheit. Wenn die OpenSSL-Lücke ohne größere Konsequenzen bleibt, hat die Welt dies den gleichen Leuten zu verdanken, vor denen sie sich fürchtet: Hackern.

Wenn in den Schlagzeilen „Hacker“ steht, erwartet der Leser normalerweise einen Artikel über Cyberkriminelle. Doch damit tut man vielen, wenn nicht sogar den meisten Hackern unrecht. Denn Hacker sind per se nicht böse, sondern einfach nur Technikenthusiasten, die großen Spaß daran haben, ein System bis zum Kern zu erkunden und mögliche Hindernisse zu überwinden. Nur ein Teil von ihnen nutzt dieses Wissen für kriminelle Aktionen aus, im Fachjargon nennt man sie „Black Hats“ (Schwarze Hüte). Andere suchen im Dienst der Allgemeinheit oder einzelner Unternehmen gezielt nach Lücken, um Software und Systeme sicherer zu machen. Die, die sich dabei an die Gesetze halten, heißen White Hats. Sie arbeiten oft für Unternehmen oder legale Organisationen. Grey Hats sind Hacker, die auch mal ein Gesetz übertreten, um beispielsweise auf ein verschwiegenes Sicherheitsproblem aufmerksam zu machen.

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