1. Jahrestag des Anschlages auf den Boston Marathon

Vor einem Jahr kehrte der Terror in die amerikanischen Städte zurück. Diesmal traf des Boston. Aber es kamen Erinnerungen an den 11. September 2001, an New York, auf. Es geschah bei einem sportlichen Ereignis. Ein Marathon Lauf. Zwei Attentäter zündeten zwei Bomben. Handwerklich primitiv gebaut. Schnellkochtöpfe. Gefüllt mit Nägeln, Stahlkugeln, Scherben. Zwei Zeitzünder. Zwei Explosionen. Drei Tote. Hunderte Verletzte. Schreie. Blut. Körperteile. Chaos. Existenzen, zerstört in wenigen Sekunden. Lebensentwürfe zerstört in wenigen Sekunden. Und doch die Kraft wieder aufzustehen. Nach der Trauer kam die Wut. Boston ein Hochsicherheitstrakt. Einer der Mörder stark durch den eigenen Bruder. Wurde vom eigenen Bruder mit einem gestohlenen Auto überrollt. Ein Wachmann wurde erschossen. Die Fahrer gekidnappt. Auch das gehört in diesen Zusammenhang. Der zweite Mörder wurde eher durch Zufall gefasst. Er versteckte sich in einem Boot. Auf einem privaten Grundstück. Die Blutspur als Wegweiser. Er war schwer verletzt. Aber er lieferte sich einen Schusswechsel mit der Polizei. Der zweite Mörder überlebte. Leider. Nun wird er einen Prozess bekommen. Und hoffentlich die Todesstrafe. Ich würde ihm wünschen das neben ihm ein Schnellkochtopf explodiert. Gefüllt mit Nägeln, Stahlkugeln, Scherben. Nein, der lebende Attentäter zeigt keine Reue. Vielleicht war das auch nicht zu erwarten. Nun ist zu hoffen, der den Preis für das bezahlt was er angerichtet hat. Aber welcher Preis könnte angemessen sein ? Wie kann man das Erlöschen von drei Leben und die Vernichtung hunderter Existenzen sühnen ?

Ich denke an Jerusalem. An Dr. Alexander Avidan, der so viele Opfer des palästinensischen Terrors gerettet hat. Ich denke an die Besuche auf der Station. Da lagen Menschen, die durch ein Wunder gerettet wurden. Anblicke, die ich niemals vergessen werde. Da fehlen von Körperteilen war nur ein Teil der Realität. Viele kämpften sich zurück ins Leben. Leben wollen. Gerade weil man erlebte, und überlebte, was geschehen ist. Und mittendrin der nächste Einsatz. Intifada. Nummer zwei. Jeden Tag. Anschläge, Tote, Blut. Jerusalem. Du leidende Stadt. (Aber auch in anderen Städten tobte der Terror). Disraelis. Kontakte bis heute. Womit habe ich es verdient diese wunderbaren Menschen kennenzulernen ?

Zerstörung. Blut. Chaos. Schreckliche Bilder.

Wird das irgendwann aufhören ?