Die Offensive kommt

Nun kommt sie also. Die Offensive. Gestern noch diskutiert. Heute so gut wie sicher. Israel wird wieder in den Gazastreifen einmarschieren. Leider ist dieser Schritt bitter notwendig. Anders als durch eine gezielte und kraftvolle Aktion wird sich der Terror aus dem Gazastreifen wohl leider nicht unterbinden lassen.

Netanjahu sagte, dass die Zeit der Hamas abgelaufen ist. „Endlich“ werden die Einwohner von Israels Süden sagen und ich habe vollstes Verständnis dafür.

Israel ist eine Demokratie und eine Demokratie hat die verdammte Pflicht, ihre Bürger vor Terror zu schützen. Das ist sogar die erste Pflicht einer Demokratie. Ohne ein Leben in Sicherheit kann keine Demokratie überleben. Und Israel ist leider die einzige Demokratie im Nahen Osten. Da beisst keine Maus am Pita Brot. Für mehr Demokratie im Nahen Osten würde ich der Maus gerne von meiner Pita abgeben. Aber ich fürchte das wird vorerst nichts.

Trotzdem ist so eine Invasion immer ein zweischneidiges Schwert. Ich denke an die Soldateneltern, die in Israel nur warten können. Warten auf Nachrichten ihrer Söhne und Töchter. Auch nach eigener Erfahrung im Militär schläft es sich nicht besser. Das so eine Invasion auch ein wirtschaftlicher Schaden tritt hinter dieser Tatsache zurück.

Wir können nur beten. Beten für die Menschen im Nahen Osten. Beten für die israelischen Soldaten, die für die Unfähigkeit des Westens, besonders auch der USA, im Umgang mit der Hamas nun einen hohen Preis bezahlen müssen. Immer müssen Menschen für die Unfähigkeit (un)menschlicher Politiker sterben. Es ist zum Kotzen. Ich würde Obama wünschen die Aufgaben eines israelischen Soldaten zu übernehmen. Oder wenigstens einen Besuch bei Soldateneltern zu absolvieren. Obama wird das alles nicht tun, sondern seine politische Förderung der Hamas fortsetzen.

Über die europäische Nahost-Politik, mit der Figur einer Frau Ashton verbunden, schreibe ich nichts weiter. Mir ist schon schlecht und ich habe meine Meinung oft genug bekundet.

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So wird die Geschichte einen weiteren blutigen Gang gehen. Es ist zum Verzweifeln. Zum Verzweifeln.