Ein zynisches Spiel mit Toten

Ehrlich gesagt kann ich das Geschwafel über die „Verhältnismässigkeit“ der Mittel im aktuellen Gaza-Krieg nicht mehr hören. Besonders perfide wird es, wenn sich die „Debatte“ um die Verhältnismässigkeit auf die Zahl der Toten in diesem Konflikt bezieht.

Es stimmt. Israel hat drei tote Zivilisten zu beklagen. In Gaza sind es vielleicht Tausend. Das liegt schlicht daran, das die Palästinenser meinen, mit einer hohen Geburtenrate Israel demografisch vernichten zu können. Nicht umsonst wurde zur Zeit des Massenmörders Yassir Arafat von der „demografischen Bombe“ gesprochen. Inzwischen hat sich das Problem eher verschärft.

Das die Palästinenser auch glauben ihre Raketen auf Wohnhäuser, Krankenhäuser und Schulen verteilen zu müssen, um die passenden Fernsehbilder zu produzieren, ist ein weiteres Problem. Die Hamas weiss wie ein Krieg der Bilder funktioniert. Goebbels wäre stolz auf seine Schüler gewesen.

Die Zahl der Toten ist zu einem Kampfwerkzeug gegen Israel geworden. Mitleid für die eigenen Toten darf man in der palästinensischen Gesellschaft nicht erwarten. Die Menschen im Gazastreifen sind nichts anderes als ein Werkzeug in den Händen ihrer selbst gewählten Schlächter. Der Hass auf Israel hält die Hamas an der Macht und die palästinensische Gesellschaft zusammen.

„Ihr liebt das Leben, wir lieben den Tod“. So einfach lässt sich die Situation im Gazastreifen beschreiben.

Es stimmt. Israel liebt das Leben. Deshalb wird alles getan um Menschen zu schützen. Deswegen gibt es „nur“ drei tote Zivilisten auf israelischer Seite. Israel, mit seinem Raketensystem Iron Dome und dem gut ausgebauten System von Schutzräumen schützt eben seine Bürger anstatt sie als menschliche Schutzschilde zu benutzen.

Ob ich Mitleid mit den Toten im Gazastreifen habe ist übrigens völlig uninteressant. Der Schlüssel zum Ende der Gewalt liegt, das ist leider wahr, in den Händen der Hamas. Das macht ein kurzfristiges Ende des gegenwärtigen Waffenganges so gut wie unmöglich.

Hier gibt es übrigens einen interessanten Artikel zur medialen Dimension von Opferzahlen.