Zum Attentat auf Yehuda Glick

Yehuda Glick nahm gestern an einer Konferenz teil in der es um den offenen Zugang zum Tempelberg ging. Kurz nach Ende der Konferenz wird Yehuda Glick angeschossen und lebensgefährlich verletzt.

Yehuda Glick hat eine Mission. Es geht ihm darum, das Juden bisher nicht auf dem Tempelberg beten dürfen, weil den Muslimen (Palästinensern) das missfällt. Genau das ist ein Unding.

Heilige Städten sollten frei zugänglich sein. Die unterhalb des Tempelberges liegende Westmauer ist 365 Tage im Jahr und 24 Stunden am Tag geöffnet. Und die Westmauer ist für alle Menschen geöffnet. Sollte das auf dem Tempelberg unmöglich sein ? Stellt ein Gebet von Juden auf dem Tempelberg (wo der Tempel stand) eine Provokation da ?

Nein, die Al Aksa Moschee könnte als Provokation aufgefasst werden. Wird sie aber nicht.

Der ehemalige Militärrabbiner Shlomo Goren hat, nach dem Sieg Israels im Sechstagekrieg, Moshe Dayan vorgeschlagen, eine israelische Fahne an der Moschee anzubringen. Dayan hat das mit der Begründung zurückgewiesen das religiöse Stätten Heiligtümer sind und nicht zu politischen Zwecken missbraucht werden dürften.

Israel hätte 1967 auch die Al Aksa Moschee sprengen können. Hat es aber nicht. Die Sieger eines Krieges bestimmen die Agenda. Von dieser Tatsache hat Israel, in seiner Geschichte, keinen Gebrauch gemacht, soweit es nicht um die Sicherheit von israelischen Staatsbürgern geht. Vielleicht ist das ein Grundproblem in dieser Region der Welt. Im Gegensatz zu den Palästinensern, die Gewalt provozieren und ausüben, hat Israel allen Grund um die Sicherheit seiner Bürger zu fürchten.

Denn in Israel sind Menschen kein Gegenstand eines Krieges, sondern Menschen. Wer Soldatenmütter und Väter in Israel kennt, weiss wovon ich schreibe. Das ist ein eklatanter Unterschied zwischen Israelis und Palästinensern.

Israel hat sich entschieden, aus Sorge vor weiteren palästinensischen Aggressionen, den Zugang zum Tempelberg abzusperren. Der Präsident der palästinensischen „Autonomiebehörde“ hat diese schlichte Tatsache als „Krieg gegen das palästinensische Volk und als „Aggression“ bezeichnet. In der Rhetorik steht Herr Abbas dem Vorgänger und Massenmörder Yassir Arafat in nichts nach. Ein Herr Goebbels hätte seine Freude an Abbas, der bis heute den Holocaust leugnet und auch deshalb bei Linksfaschisten in aller Welt höchst beliebt ist. Insofern haben die Linksfaschisten mehr als nur rhetorisches Blut an den Händen.

Die Juden hatten Schuld am Holocaust, die Israelis haben aus dem Holocaust nichts gelernt“. Das ist nicht (nur) die Argumentation der Rechtsextremen, sondern viel mehr der Linksextremisten. Und mit ins Liedchen stimmen die islamistischen Freunde an.

Was wird als Nächstes passieren ? Wird Israel für das Attentat auf Yehuda Glick im UN Sicherheitsrat verurteilt werden ? Wundern würde es mich nicht. Gestern waren es mal wieder die bösen Siedlungen und heute sucht die Welt eben einen anderen Grund, um Israel anzuklagen. Im Zweifelsfall reicht schon die blosse Existenz des jüdischen Staates.

„Die Juden sind eben an allem Schuld“.

Und nun wagen die Juden auch noch den freien Zugang auf den Tempelberg zu fordern. Übrigens liegt diese Stätte in Jerusalem, der Hauptstadt des Staates Israel. Aber das nur am Rande.

Ich bete für Yehuda Glick. Möge G-tt diesen gerechten Mann, der nichts als ein legitimes Ansinnen vertritt, wieder gesund machen.

Es braucht mehr Menschen vom Schlage eines Yehuda Glick, die den palästinensischen Mördern, und deren Kampfgenossen in Europa, den Kampf ansagen.

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