Wissen gegen die Angst

Der Grenzgänger war, wieder einmal, im Krankenhaus. Auf dem Weg zur Bushaltestelle ist der Grenzgänger böse gestürzt. Ab da ist der Film gerissen. Der Grenzgänger wurde mit dem Krankenwagen in den Schockraum des nächstgelegenen Uni-Klinikums gebracht. Wach geworden ist der Grenzgänger auf der Überwachungsstation. Schon am nächsten Tag erfolgte die Verlegung auf eine „normale“ neurologische Station. Das war insofern ein Segen als das die blöden, aber leider notwendigen, Schläuche und Kabel abgenommen werden konnten.

Es folgten 8 Tage auf der Station, in denen ganz viele Untersuchungen durchgeführt wurden. Auf der Station habe ich mich sehr wohl gefühlt, die Betreuung war grossartig und die ÄrztInnen und KrankenpflegerInnen waren sehr freundlich und bemüht. Immer ist genügend Zeit für Fragen und Ängste gewesen und alle Untersuchungen (und deren Ergebnisse) wurden ausführlich erklärt.

Herausgekommen ist leider eine neue (gesicherte) Diagnose und zwar Epilepsie. Aus dem Verdacht ist Gewissheit geworden. Nun werde ich auf ein Medikament eingestellt und ambulant weiter behandelt.

Ich habe wieder einmal Glück gehabt. Die Platzwunden werden wieder heilen. Es ist, trotz des heftigen Sturzes auf den Kopf, nichts gebrochen. Es wird keine bleibenden Schäden geben. Nun geht es darum, sich mit der Epilepsie „anzufreunden“. Ich werde einiges zum Thema lesen, so wie ich das bei der Panikstörung und der Depression auch getan habe. Das ist meine Methode Ängste abzubauen. Bisher hat das immer geklappt. Wissen gegen die Angst.