Der dunkle Wind

Da ist er wieder. Dieser dunkle Wind der Depression. Ich fühle, wie ich wieder in die Depression hinein falle. Ein dunkles Tal, beängstigend, aber irgendwie auch verlockend. Border-Line. Dunkelheit. Kälte. Das Gefühl, weder sich selbst, noch andere zu spüren. Eine dunkle, durchsichtige, Wand nähert sich. Ich werde aufprallen. Abprallen. Ich will nicht mehr sein. Bin doch ohnehin nur eine Belastung. Dieses Gefühl, lebendig tot zu sein. Gefangen, begraben, im eigenen Körper. Kraftlos. Unendlich müde. Das Licht schmerzt in den Augen. Kein Selbst-Wert mehr. Nur das Gefühl völliger Sinnlosigkeit. Ich kann nichts. Ich bin ein völlig unnützer Teil dieser Welt. Warum diese Existenz ? Wann ist das alles zu Ende ? Es wäre kein Verlust. Für niemanden. Und doch habe ich keine Kraft dazu, ein Ende zu setzen. Höchstens noch Kraft zu ritzen. Hilflose Geste. Medikamente. Damit sich der Zusammenbruch hinauszögert. Nur noch schlafen, schlafen. Albträume. Wo ist die Grenze zwischen Wirklichkeit und Traum ? Alles verschwimmt. Es gibt keine Grenzen mehr. Alles ist schwarz, schwarz, schwarz.