Der Begriff „Völkermord“ und die Folgen

Der Bundestag, der Bundespräsident, selbst die Medien, sind sich ausnahmsweise einig. Der Völkermord an den Armeniern ist ein Völkermord. Der Genozid ist ein Genozid. Diese Erkenntnis kommt zu spät. Aber besser 100 Jahre zu spät als nie. Die heftigen Proteste aus der Türkei zeigen nur, wie richtig und notwendig diese Feststellung war und ist. Auch die Türkei wird feststellen müssen, das historische Unwahrheit nicht ewig aufrecht zu erhalten ist. Und auf türkisches Verzeihen kann nicht nur Herr Gauck, sondern auch die Bundesrepublik, gerne verzichten. Das ein Aussenminister Steinmeier, in diplomatischem Schwachsinn gefangen, ausgerechnet den Holocaust, das heisst dessen angebliche Verharmlosung, als Waffe gegen den Begriff „Völkermord“ anführt, zeigt nur eines: das Herr Steinmeier den Holocaust nicht nur verharmlost, sondern für wahltaktische Zwecke missbraucht. Henryk Broder hat sich zu diesem Thema geäussert. Ich lasse den Link unkommentiert stehen. Zum eingewanderten Islamismus, gerade auch durch türkische Migranten, und dem islamischen Antisemitismus und Terrorismus in Deutschland, sagt Herr Steinmeier nichts. Das war von ihm auch nicht zu erwarten. Nach der Wahl ist schliesslich vor der Wahl. Da ist jedes Mittel recht, um Wähler zu gewinnen. Der Zweck heiligt die Mittel. Und eingebürgerte Mitbürger mit Migrationshintergrund sind eine gefragte Wählergruppe. Wer wird diese Wählergruppe wegen einer Lappalie, wie dem Genozid an den Armeniern, provozieren wollen ?