Lesesucht – Teil 3

verblendung

Um ehrlich zu sein wollte ich Buch, angesichts des Covers, schon wieder aus der Hand legen. Ich mag keine oberflächlichen Romane, in denen es bloss um Action geht. Ein bisschen Handlung kann durchaus hilfreich sein. Doch das Buch mit dem schrecklich klischeehaften Cover und dem schrecklich klischeehaften Titel hält mehr als zu befürchten ist.Die Handlung findet ihr hier. Abgekupfert. Aber ich muss das Rad nicht ständig neu erfinden.

Sicherlich ist „Verblendung“ bisher nicht das beste, was ich bisher gelesen habe. Es ist annehmbar, zeitweise langatmig, zeitweise spannend. Lisbeth Salander ist eine tolle Romanfigur, mit ihrer Rachsucht, aber auch mit „wildem“  Aussehen. Einerseits anorektisch, andererseits mit Tattoos und Piercings geschmückt. Salander ist unbequem, unzuverlässig, direkt, ohne gute Schulbildung. Und doch ist Salander zielstrebig, direkt, und bemerkenswert emotionslos. Larsson hat es geschafft, eine eindrucksvolle Romanfigur zu schaffen. Und das in einem, nach meinem Empfinden, eher mittelmässigen Roman.

„Verblendung“ wurde auch verfilmt. Ich werde mir den Film nicht ansehen. Vermutlich ist der Film schlechter als das Buch. Nicht mehr mittelmässig, sondern reisserisch.