Fremde Feder von Herrn Kolping

Seit einigen Jahren bin ich Mitglied im Kolping-Werk. Leider ein ziemlich passives Mitglied, aber lieber passiv, als gar nicht. Und auch wenn ich nicht immer *LOL* mit dem einverstanden bin, was Kolping’s so von sich geben, bin ich in diesem Punkt völlig mit dem Verein einig:

Kolping fordert Nachdenken über politische Kultur

Newsbild

Mit Sorge beobachtet der Bundesvorstand des Kolpingwerkes Deutschland eine zunehmende Entfremdung zwischen Bürgerinnen und Bürgern sowie den etablierten politischen Institutionen und Parteien. Er nimmt eine gefährliche Spaltung der Gesellschaft in einen Teil, der sich aus unterschiedlichen Gründen unverstanden und nicht vertreten fühlt, und in einen Teil, der diese Diagnose für unberechtigt hält, wahr.

Der zunehmenden Sprachlosigkeit zwischen der politischen Entscheidungsebene und den Bürgerinnen und Bürgern muss durch ergänzende politische Mitwirkungsmöglichkeiten wie beispielsweise Bürgerbegehren, Volksinitiativen und Volksentscheiden begegnet werden.

Ein Nachdenken über die poltische Kultur in diesem, unserem Lande, ist mehr als überfällig. Ich hoffe allerdings, das es nicht beim Nachdenken bleibt.

Kolping’s sind ja nicht gerade für Revolutionen bekannt, aber immerhin ist der Ansatz schon mal gut und richtig. In diesen bleiernen, sprachlosen, Zeiten ist der Grenzgaenger ja schon mit wenig zufrieden.

Kolping’s bekennen immerhin Farbe und sie tun das nicht nur auf Kirchenbänken oder in verrauchten Hinterzimmern mit dem Kruzifix an der Wand. Ich glaube, der Kolpingtag 2015 in Köln wird ein starkes öffentliches Zeichen sein. Ein Zeichen für den Mut zum Handeln und für die Kraft auch unbequeme Positionen zu vertreten. Gerade im Zeitalter leerer Kirchenbänke ist dieses Zeichen wichtiger als jemals zuvor.