Die Brille und der Grenzgänger

Heute hat der Grenzgänger sich überwunden und die Brille zum Optiker gebracht. Der Optiker ist im Ort und der letzte seiner alten Sorte.

Keine blöde Kette, sondern ein althergebrachter Optiker alter Schule. Der Optiker alter Schule existiert schon über 150 Jahre im Ort. Der gegenwärtige Optiker alter Schule ist knapp über 30 Jahre und ertrinkt, wie seine Vorgänger, in Arbeit. Auch für mich ist Optiker-Kunst Vertrauenssache.

Genau wie der immer gleiche Apotheker, auch der ist schon seit vielen Jahrzehnten im Ort und sozusagen unser Familien-Apotheker.

Doch zurück zur Brille: Ich musste eine Ersatz Brille auf die Nase setzen und habe gleich festgestellt, das ich nun wieder schlechter sehe. Kein Wunder: Die Stärke der Gläser ist auch eine andere. Aber die Reparatur musste sein und, damit verbunden, gleich ein Sonnenschutz System. Wir haben ja gelernt, das ungefiltertes Sonnenlicht sehr schädlich für die Augen ist, gerade in Zeiten des Klimawandels. Ausserdem mag ich keine übertriebenen Lichtverhältnisse.

Nach ein paar Stunden war der Spuck vorbei. Ich habe meine Brille, mit der richtigen Sehschärfe und Sonnenschutz zurück. Und ich bin sehr zufrieden. Ein Optiker des Vertrauens ist eben durch nichts zu ersetzen.

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