Das Ende der AFD ?

Dieses sonnige Wochenende hätte sich Bernd Lucke sicherlich anders vorgestellt. Erst wird Lucke als Parteichef kastriert. Nun muss er noch, mit einem Pulk aus Sicherheitsbeamten, aus dem Saal „evakuiert“ werden.

An Warnungen, vor dem, was in Essen passierte, hat es genug gegeben. Stichwort: Hans-Olaf Henkel. Bernd Lucke hat diese Warnungen überhört und stattdessen einen „Weckruf“ gesendet. Es ist nicht dieser „Weckruf“, der Bernd Lucke vom Podest gestürzt hat. Es ist einen Strömung innerhalb der AFD, die mit der Person von Frauke Petry verbunden werden kann. Diese Strömung ist rückwärts gewandt, nationalistisch und rassistisch.

Wenn dieses Wochenende in Essen etwas positives hatte, dann ich es die errungene Klarheit. Die AFD der Frau Petry ist eine Partei, die sich nicht innerhalb des demokratischen Spektrums bewegt. So muss diese AFD behandelt werden.

Es ist aber Aufgabe demokratischer Parteien, Themen positiv zu besetzen, die der AFD zum Aufschwung verholfen haben. Asyl(recht), Islam, Euro. Es geht nicht darum, von der AFD „abzukupfern“. Das wäre schäbig für demokratische Parteien. Es geht darum, die Themen zu besprechen und ernst zu nehmen, die Menschen bewegen. Wenn demokratische Parteien das nicht tun, laufen die Menschen den Rattenfängern in die Arme. Ob die Ratten von links oder rechts kommen, ist unerheblich.