Mozart Rap

Gestern im Deutschlandfunk gehört. Eine Reportage zum Projekt SPEAK. In diesem Projekt kommen Mozart und Hip Hop zusammen. Genauer gesagt werden, in die Totenmesse von Mozart, immer wieder Rap Einlagen eingeschoben. Bei dieser ungewöhnlichen Mischung von Musikstilen handelt es sich um ein einjähriges Projekt eines Kölner Gymnasiums. Die jungen Menschen wurden vom Rapper MIKI angeleitet, der zugleich auch einen klassischen Hintergrund hat.

Ich finde gut, das junge Menschen sich, auf ihre Weise, eben durch die Musik, mit den Themen von Mozarts Totenmesse auseinandersetzen: Abschied, Trost, Trauer.

Um die Eingangsfrage im Beitrag zu beantworten: Natürlich darf man die Totenmesse von Mozart rappen. Auch klassische Musik sollte nicht statisch sein. Auch klassische Musik sollte ein Feld für Experimente sein. Totenmesse und Rap sind, für mich, keine Gegensätze. Vielmehr können sich beide Musikstile ergänzen.

Ich selbst höre gerne Mozart, aber auch Rap. Bei Mozart fasziniert mich die Tiefe der Musik. Jeder Ton ist ein Universum. Beim Rap finde ich die Texte gut. Da kommt es mir nicht, in erster Linke, auf die Musik an. Es kommt mir auf die Texte an. Diese sind unangepasst, krass, manchmal kontrovers. Aber die Texte bringen, in wenigen Worten, Themen und Gefühle zum Ausdruck, wie es nur dieser Musikstil kann.

Ich denke, beides sollte seinen Platz haben. Und Hörer sollten offen sein für jede Art von Musik.

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