Attentat auf Jerusalem Pride Parade

Gute Nachrichten aus Israel, überhaupt aus dem Nahen Osten, sind sehr selten. Leider ist das auch heute nicht anders.

Bei der Jerusalem Pride Parade sticht ein ultraorthodoxer Mann sechs Menschen nieder. Eine Frau wurde lebensgefährlich verletzt, zwei Frauen wurden schwer verletzt. Der Name des Terroristen lautet Yishai Schlissel.

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Nichts, aber gar nichts, kann diese Bluttat rechtfertigen. Das der versuchte Mörder seine kranke Religiosität als Grund seiner Tat anführt, zeigt nichts anderes als seine Verkommenheit. Aber es stellt sich auch die Frage, wie unter dem Deckmäntelchen der Religiosität solche kranken Hirne wir das von Yishai Schlissel.

Und es gibt noch diesen Hintergrund: Bereits im Jahre 2005 hatte Schlissel ähnliches Verbrechen begangen. Er wurde zu 12 Jahren Gefängnis wegen schwerer Körperverletzung verurteilt. Leider wurde die Strafe, durch das Oberste Gericht, auf 10 Jahre verkürzt.

Nach seiner Haftentlassung hat Schlissel handgeschriebene Pamphlete verteilt, in denen er gerade die Jerusalem Pride Parade hetzte. Es ist zu hoffen, das Schlissel nun den Rest seines Lebens im Gefängnis verbringen wird.

Wiederum ein gutes Zeichen ist, das führende israelische Politiker, vom linken Spektrum, ihren Facebook Account mit den Farben der internationalen Bewegung gegen die Diskriminierung von Schwulen und Lesben geschmückt haben. Von Politikern rechter Parteien, oder gar von religiösen Institutionen, ist solcher Anstand wohl nicht zu erwarten.

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