Albtraum Schule

Morgen geht es wieder los. Die Ferien in NRW sind vorbei und die Schule beginnt wieder. Das ist nicht unbedingt eine gute Nachricht. Für viele Kinder und deren Eltern ist der Gedanke eine Tragödie.

Ich spreche nicht nur vom Mobbing innerhalb der Schulklassen. Gewalt ist da Alltag. Wer anders ist hat schlechte Karten. Viel zu oft wird in der Schule die Karriere der Depression, der Angsterkrankung, der Psychose gelegt.

Schule bedeutet heutzutage nicht in erster Linie lernen. Es geht eher darum im Gleichschritt zu marschieren. Individualisten haben im deutschen Schulsystem keinen guten Stand. Gleichmacherei ist gefragt. Vorbereitung auf das Dasein als Teil der Masse. Kluge köpfe, die einfach anders sind und anders denken, werden aussortiert. Um kritische Intelligenz geht es in der heutigen Schullandschaft ganz gewiss nicht

Im Pisa und Rechtschreibe-Reform-Wahn geht der Einzelne unter. „Übergeordnete Ziele“ werden angestrebt. Und immer mehr Kinder bleiben auf der Strecke. Immer mehr Lehrerinnen und Lehrer verzweifeln angesichts des Konfliktpotentiales gescheiterter Familien, überforderten Eltern, Gewalterfahrung.

„Wir lernen nicht für die Schule, sondern für das Leben“. Ein Satz, so weit weg. Die heutigen Schülerinnen und Schülerinnen lernen, um die Existenzberechtigung inkompetenter Institutionen zu rechtfertigen.

Das Ergebnis der deutschen Bildungsmisere ist eine verlorene Generation. Entlassen aus dem Schulknast mit dem Prädikat „Nicht Ausbildungsfähig.“

Ich bin sicherlich kein Freund von Michael Winterhoff. Aber manche seiner Schilderungen treffen die Realität ziemlich genau.

Traurig, aber wahr !