Ausgerechnet Glück …

Es gibt Meldungen, die machen mich sprachlos. Ausgerechnet der Vorsitzende des Zentralkomitees der Katholiken (in Deutschland) fordert die Zuwanderung zu begrenzen. „Deutschland sei an der Belastungsgrenze.“ Ich weiss nicht, ob Alois Glück jemals in der Bibel gelesen hat. Oder ob das gute Stück als Zierde im Bücherregal steht oder als Zündholz für den heimischen Kamin gedient hat.

Eigentlich sollte Herr Glück wissen, das Maria und Josef Flüchtlinge waren, für die keine Heimstatt zu finden war. Es gab keine Wohnung, in der beide aufgenommen werden wollten. Obwohl Maria hochschwanger war, hatte niemand Mitleid mit der Familie. Die Bibel sagt uns, das ein Kind namens Jesus mangels Wohnung in einem Stall geboren worden ist. Ein Flüchtlingskind. Eine Familie auf der Wanderschaft, um sich zählen zu lassen. Das alles scheint Alois Glück nicht (mehr) zu wissen. Es ist zum Ko**en.

Da bin ich stolz auf „meine“ Kolpings’s die, statt gegen Flüchtlinge zu hetzen, eine Willkomenskultur, eine christliche Kultur der Nächstenliebe, praktizieren. Gut, manche Kolpingschwester und mancher Kolpingbruder sind nicht unbedingt bibelfest. Und doch setzen diese Menschen christlichen Glauben in die Tat um.

„Was ihr dem Geringsten getan habt, das habt ihr mir getan.“