Öffentliche Kastrierung

Wie anders soll man nennen, was auf dem SPD Parteitag passierte ? Der Vorsitzende wurde öffentlich kastriert.

Mit einer solchen Blamage hat Ghetto Kämpfer Sigmar sicherlich nicht gerechnet.

Ein bisschen erinnert das Schauspiel an den Sturz eines gewissen Rudolf Schar-Pings 1995. Nachfolger wurde Oskar Lafontaine, der dann entnervt die SPD und sein Ministerium verlassen hat.

Die Ränkelspiele von Gerhard-Zigarre-Schröder hatten funktioniert. Mit weitreichenden Folgen, z.B. einer Sozialpolitik, die ihren Namen nicht mehr verdient.

Eine Arbeiterpartei ist die SPD schon lange nicht mehr. Die SPD ist eher zu einem konturlosen etwas verkommen.

Die vielen Landtagswahlen im Jahre 2016 lassen nichts gutes für den Mama Fortsatz erwarten.

Solange die SPD ihrer eigentlichen Schwerpunkt Kompetenz, der Beschäftigung mit sich selbst, nachgeht, wird das Land unerreichbar sein.

Ich bin nun alt und unabhängig genug, um Ereignisse wie dieses unaufgeregt in grössere Zeitschleifen einordnen zu können.

(Das heisst nicht, das mir das klare Wort entgleiten wird.)

Eine immer wiederkehrende Zutat bei SPD Parteitagen ist die Verlogenheit. Den frenetischen Applaus, nach der Annahme der Kastrierung von Sigmar Gabriel hätte sich der Parteitag besser gespart. Solche Bilder mögen dem öffentlichen Inhaltsverbot um TV entsprechen. Besser wird das Schauspiel dadurch aber nicht.

Es spricht für Sigmar Gabriel, das er seine öffentliche Kastrierung angenommen hat.

Ehrlich gesagt finde ich seine Rede richtig gut. Das kommt verdammt selten vor im Grenzgaenge Land.