Rundgang durch den Garten

Stimmt, hier herrscht ziemliche Ruhe zur Zeit. Dieser Weblog befindet sich in der Fastenzeit. Ich bemühe mich, weniger am Computer zu sitzen, und dafür mehr die Seele baumeln zu lassen. Es ist eigentlich auch gar nicht notwendig, so viel zu schreiben. Schliesslich soll Bloggen ein erholsames Hobby sein und kein Zwang. Gerade für den grenzgänger ist der Steg zwischen Vergnügen und Spass ziemlich dünn. Und ausser Bloggen gibt es ja noch “die kleinen Grüsse zwischendurch”. Twitter, Facebook, 1+, Pinerest. Da trifft man überall gute Bekannte und bleibt so in Kontakt. Bei allen Nachteilen hat die virtuelle Welt eben auch Vorteile. Wichtig ist nur, die unwichtigen Dinge von den wichtigen zu unterscheiden. Wobei die Unterscheidung ganz individuell ist.

Themengebundene Diskussionsforen weiss ich, im Gegensatz zu früheren Zeiten, sehr zu schätzen. Das Diskussionsnetz Depression ist so ein sinnvolles Forum. Da geht es um Seelenhygiene, um Austausch, um Traurigkeit und Mutmachen. Ich gebe allerdings nicht der Versuchung nach, mich in anderen Foren zu entfalten. Es gibt ja, auch im Bereich der Depression, unzählige Foren. Ich denke, es ist wichtig, sich auf ein Forum zu beschränken, um nicht zu viel Zeit vor dem Rechner zu verbringen.

Es gibt ja auch noch Freunde, mit denen man sich, ganz real, trifft. Diese Freude kann kein virtueller Raum ersetzen.

Wenn Freunde allerdings Tausende von Kilometern entfernt leben, ist ein gutes Mikro und eine Webcam zwar kein Ersatz für ein “reales Treffen”, aber es ist eine zweckmässige und realisierbare Form des Zusammenseins.

Und es ist inzwischen möglich virtuelle Sprachkurse zu belegen. Gerade für Menschen wie den grenzgänger, die keine Lust auf einen VHS Kurs haben, ist so ein Online Sprachkurs eine tolle Sache. Babble oder Sprachenlernen24 sind, aus meiner Sicht, sehr gute Kurse. Da lernt man, wenn Mensch Lust hat, und unterbricht einfach, wenn Mensch keine Lust mehr hat. Und wenige Minuten am Tag sind manchmal besser für den Lernerfolg als stundenlanges “büffeln”.

Der Hebräisch Kurs bei Sprachenlernen 24 ähnelt, in grossen Masse, einem Ulpan. Es wird, gerade am Anfang, Wert auf Sprechen gelegt. Das hebräische Alphabet bleibt, erst mal, aussen vor. Beim Ulpan geht es darum, Neueinwanderern (Olim) nach Israel, ganz alltägliche Situationen zu erlernen. Begrüssung, Zahlen, leichte Gespräche, Einkaufen. Alles, was im realen Leben benötigt wird. Mit der Zeit steigt der Schwierigkeitsgrad an. Aber die schnellen und einprägsamen Erfolge am Anfang des Kurses machen Mut.

Ja, ich habe es getan. Ich bin von Office auf Google Docs umgestiegen. Und die Sache hat sich gelohnt. Ich bin der Meinung, das Google Docs sehr viel benutzerfreundlicher daherkommt als Office. Google Docs beschränkt sich, aus meiner Laiten-Sicht, auf das notwendigste. Gerade dadurch ist dieser (kostenlose) Dienst so attraktiv für User, die Schreibprogramme “und Anhang” nicht beruflich, sondern privat nutzen. Ein Vorteil bei Google  Docs ist auch, das, in Echtzeit, mehrere Menschen an einem Dokument, oder an anderen Projeketen, arbeiten können. Gerade für Arbeitsgruppen, die sich, aus welchem Grunde auch immer, nicht Face-to-Face, treffen können, ist diese Arbeitsform sehr attraktiv.

Genug geschrieben. Man möge mir den Rundgang durch den Garten verzeihen.