Jerusalem x 3

Jerusalem ist, mal wieder, in vielen Mündern. Die Trump Administration hat angekündigt, am 14. Mai 2018, eine neue „Mini Botschaft“ in Jerusalem zu eröffnen. Das ist kein finaler Umzug, sondern ein erster „Footprint“ bis zum Bau einer wirklichen Botschaft in Jerusalem. Aber darum geht es auch nicht.

Die US Administration hätte auch einen Blumentopf oder ein Laptop oder Donald Trumps Ar**h in Israel aufstellen können. Das hätte den arabischen Antisemiten, ich spreche hier nicht nur von Palästinensern, ausgereicht, um eine neue Intifada zu starten.

Jerusalem IST die Hauptstadt Israels und zwar nicht erst seit 1948 oder 1967 oder seitdem der Herzl Berg eröffnet worden ist. Wir sprechen hier über Jahrtausende, in denen Juden in aller Welt Gebete für die Rückkehr nach Jeruschalayim gebetet haben. (Im Gegensatz zu Moslems, bei denen Jerusalem als Gegenstand betrachtet wird, um Hass zu erzeugen.) Jerusalem war der Sitz der 2 Tempel. Heute ist dieser Platz von einer Moschee okkupiert. Leider wird der dritte Tempel eher nicht mit der Eröffnung der „Mini Botschaft“ in Jerusalem zusammenfallen. (Dann bräuchte es übrigens keine Botschaften mehr.)

Es ist also abzusehen, das Palästinenser und deren Unterstützer des eingewanderten Antisemitismus (nicht nur in Deutschland) auch diesen Ansatz ergreifen werden, um gehen den Staat Israel und Juden in aller Welt zu hetzen. Ja, es werden wieder Fahnen brennen und die Bundesregierung (falls es bis dahin eine gibt) wird, wieder einmal in die Schauspielschule gehen, um zu lernen, wie man publikumswirksam Krokodilstränen absondert.

Was ein wenig zu kurz kommt, ist die Tatsache, das Jerusalem, neben allen politischen Stürmchen auch anderes zu bieten hat. Zum Beispiel eine Kneipenszene. Und da gibt es den Versuch einer vielschichtigen Hommage an die Heilige Stadt. Da gibt es so viele kleine Eindrücke, die man nur wahrnimmt, wenn man alleine, zu Fuss, auch im Linienbus, in Jerusalem unterwegs ist. In klimatisierten Reisebussen wird man diese Eindrücke nicht sammeln können. Wer alleine in Jerusalem unterwegs ist, wird ein farbiges Bild der Stadt, in seinem tiefsten Herzen, geschenkt bekommen.

Alles das ist auch Jerusalem.

Yeruschalayim wird auch dieses Stürmchen überleben. Es werden vielleicht ein paar Zeilen in der Geschichte dieser grossartigen Stadt übrig bleiben. Der Glanz der Abendsonne, der in Yeruschalayim so einmalig ist, wird sich über die Tage senken. Ja, auch Gelassenheit kann man in Yeruschalayim lernen.

(Leider verlerne ich diese Gelassenheit viel zu schnell).

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