Ein (gar nicht) märchenhaftes Märchen

Es war einmal eine märchenhafte internationale Staatengemeinschaft. Die sammelte sich unter dem Dach eines hohen Hauses in New York. Und diese märchenhafte Staatengemeinschaft gab sich der märchenhaften Illusion hin, für die Menschen in dieser märchenhaften Staatengemeinschaft zu sprechen. Das schlimme war, das sich, ausserhalb einer märchenhaften politischen Klasse, niemand vom märchenhaften Volk für die märchenhaften Beschlüsse interessierte, die unter dem märchenhaften Dach, eines märchenhaften hohen Hauses, gefasst wurden.

Anders war es nur, wenn die Beschlüsse des märchenhaften hohen Hauses, gegen einen gar nicht märchenhaften Staat im Nahen Osten richtete. Dieser gar nicht märchenhafte Staat nennt sich Israel. Es ist der einzige jüdische Staat auf unserer märchenhaften Erde. Es ist die einzige Demokratie im märchenhaften Nahen Osten. Da herrscht die, gar nicht märchenhafte, Diktatur des islamistischen Terrors.

Es gab einmal eine Zeit, in der sich ein Märchen mit dem Titel „Arabischer Frühling“ den Weg bahnte. Auch dieses Märchen zerschellte an der Realität. Und irgendwie war, bei gar nicht märchenhaften Realisten, die Hoffnung gar nicht märchenhaft. Ganz im Gegenteil: die Hoffnung zerschellte an den Klippen des, gar nicht märchenhaften, Realismus.

Die märchenhafte internationale Staatengemeinschaft, unter dem Dach eines märchenhaft hohen Hauses in New York, brauchte eine neue Illusion.

Wie das bei Illusionen so ist, braucht es immer jemanden, der den Preis dieser Illusion bezahlt. Da bot sich der kleine, jüdische Staat, die kleine, einzige Demokratie im Nahen Osten geradezu an. Denn mit der, gar nicht märchenhaften Praxis, Juden für alles und jedes verantwortlich zu machen, hat die märchenhafte Staatengemeinschaft schon viel Erfahrung gesammelt.

Also musste eine neue Ideologie her, um den Juden weiterhin alle Schuld der Welt zuschieben zu können. Dieser, gar nicht märchenhaften, Ideologie wurde der Name „besetzte Gebiete“ verliehen. Und wo das nicht reichte, wurde die Ideologie zugespitzt. Das hatte nun den Namen „Siedlungen“ erhalten.

Die märchenhafte internationale Staatengemeinschaft, unter dem märchenhaften Dach des hohen Hauses in New York, brauchte auch nicht um die Mehrheit für diese Ideologie zu kämpfen. Europa und die islamistischen Diktaturen gingen eine „Partnerschaft der Willigen“ ein. Ziel dieser Partnerschaft ist es, Israel in die Zeit von 1948 zurück zu bomben. Und Worte, das wusste die märchenhafte internationale Staatengemeinschaft, unter dem Dach des hohen Hauses in New York, können tödlicher Sein als Bomben. Es gab einmal einen märchenhaften Feind Israels im märchenhaften Weissen Haus in Washington. Der märchenhafte Feind Israels war sehr beliebt in der Welt. Er gab sich als märchenhafter Bewahrer des Friedens (nicht nur) in Israel. Aber auch dieses Märchen hat ein Ende gefunden.

Und der, nicht märchenhafte, aber, Baruch ha Schem, ganz reale Staat Israel, besteht, allen Anfeindungen zum Trotz, noch immer. Und zwar, in den gar nicht märchenhaften, sondern realen, Grenzen von 1967. Und es wird kein böses Erwachen geben. Denn es ist kein Traum. Es ist Wahrheit.

Und die märchenhafte Staatengemeinschaft, unter dem Dach des hohen Hauses in New York ? Die wird weiterhin unnütze, weil inhaltslose, Sitzungen abhalten und Tausende, gar nicht märchenhafte Seiten Papier, für märchenhafte Resolutionen, verbrauchen.

Und wenn die internationale Staatengemeinschaft, unter dem märchenhaften Dach, des märchenhaften hohen Hauses in New York, noch nicht gestorben ist, wird das Märchen auf immer so weitergehen.

Advent. Advent. Aleppo.

Es Weihnachtet sehr. Und in Aleppo verrecken die Menschen. Ein ganzer Stadtteil verschwindet. Ost-Aleppo war einmal, wenn die angebliche „Staatengemeinschaft“ nicht endlich handelt. Danach sieht es nicht aus. War neue Entschlossenheit zu erwarten ? Das Bild des Krieges sieht so aus.

Es Weihnachtet sehr. Und in Aleppo verrecken die Menschen. Ein ganzer Stadtteil verschwindet. Ost-Aleppo war einmal, wenn die angebliche „Staatengemeinschaft“ nicht endlich handelt. Danach sieht es nicht aus. War neue Entschlossenheit zu erwarten ? Das Bild des Krieges sieht so aus.

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Hart, ich weiss, aber leider real. Aber welche Bilder schockieren uns eigentlich noch ? Schockiert uns wirklich noch etwas ? Wir sehen täglich so viele Bilder des Krieges. Ich befürchte, irgendwie werden diese Bilder sehr gut verdrängt. Ich fürchte, diese Scheuklappen sind (über) – lebenswichtig.

Und doch gehen mir solche Bilder nicht aus dem Kopf. Weihnachtsmärkte mit solchen Bildern ? Ich kann mich den Friede-Freude-Eierkuchen Orgasmen nicht anschliessen.

Und Syrien ?

Und Ost-Aleppo ?

Was mache ich ?

Das Mittelmeer als Massengrab

Ich mag die Länder rund um das Mittelmeer, Es gibt Sonnenschein, eine ruhigere Lebensart, lecker, mediterranes Essen, das nicht nur sehr lecker, sondern auch sehr gesund ist.

Aber die Freude wird getrübt. Immer wieder Geschehen Unglücke einer Grössenordnung, die sprachlos macht. Schiffe versinken, gemeinsam mit Menschen, deren einziges Verbrechen es ist, nach Europa kommen zu wollen. Warum ? Weil sie vor Krieg und Terror flüchten, der massgeblich mit Waffen aus Deutschland ausgeführt wird. Die Rüstungskonzerne verdienen sehr gut daran. Am Aussenhandelsgesetz können sich die Flüchtlinge bestenfalls den Arsch abputzen (um es mal so deutlich zu schreiben.)

900 Tote alleine in der letzten Woche. Und es werden noch Tausende dazukommen. Für die Medien ist das bestenfalls ein Aufmacher für ein paar Stunden. So kommt es, dass auch die neueste Tragödie schnell wieder vergessen wird. Wen interessieren schon Tausende Tote im Mittelmeer ? Wir lassen uns doch die Urlaubsfreude nicht verderben. Es ist zum Kotzen. Nicht mehr und nicht weniger. Ich werde jedenfalls nie mehr ohne Bilder wie diese ans Mittelmeer fahren können. Mein Gewissen lässt sich einfach nicht ausschalten.

Weihnachten in unruhigen Zeiten

Es ist ein Weihnachtsfest der anderen Art. Ein politisches Weihnachtsfest. Selbst die Weihnachtsgeschichte ist, in diesem Jahr, hochpolitisch.

Papst Franziskus spricht, nicht zum ersten Mal über den Konsumwahn (nicht nur) in der sogenannten ersten Welt. Der Papst fragt nach Werten, die wirklich tragen. Kitsch, als Geschenke getarnt, die bei der Herstellung und Entsorgung die Umwelt belasten, sind sicherlich keine bleibenden Werte.

Haben wir die ganz einfachen, aber authentischen, menschlichen (!) Werte schon vergessen ?

Ein Lächeln, ein Gespräch, etwas Zeit, eine Kerze, ein Gebet. Das ist viel wichtiger als jedes materielle Geschenk. Die Predigt von Papst Franziskus, dem ersten politischen Papst, gibt viel Stoff zum Nachdenken. Weihnachten nachdenklich, und mit Vernunft, zu feiern, ist sicherlich keine schlechte Sache.

Weihnachten ist, in diesem Jahr, ein Fest in der Flüchtlingskrise.

„Macht hoch die Tür, die Tor macht weit.“

Wirklich ? Ist das mehr als Weihnachtslied ? Sentimental, realitätsfremd, einfach nur dahingesungen ?

Machen wir die Türe hoch, gar noch mehr: machen wir die die Tore weit für Flüchtlinge, die vor Krieg, Vertreibung, nicht zuletzt vor Waffen aus Deutschland, fliehen ?

Die Realität in diesem, unserem Lande, sieht ganz anders aus.

Da wären wir wieder Papst Franziskus.

Ist es nicht (auch) unsere Angst, von unserem Wohlstand etwas abgeben zu müssen ? Für Menschen, die leiden ? Menschen, die keine bequeme Krippe vorfinden ?  Ein paar Weihnachtsgeschenke weniger für die Leidenden dieser Welt ? Ein paar Dinge mehr, die der Mensch nicht braucht ?

Wenn das die Wahrheit sein sollte, ist Weihnachten mehr als verlogen. Dann sollte man sich dieses widerliche Krippenspiel sparen, weil es keine Hoffnung in die Welt bringt.

Was würden wir, hier und jetzt, tun, wenn Jesus, mit seiner kleinen Familie, vor unserer Tür stände ? Vermutlich würde Jesus, von nicht wenigen Landsleuten, weggeschickt, weggejagt. Dank unserem selbstgemachten Klimawandel ist es doch schön warm draussen. Und überhaupt sollen sich andere um diese unverschämten „Asylanten“ kümmern, die vor unserer Türe stehen. Wie wäre es mit der Polizei ? Oder mit Pegida ?

Wir wollen Ruhe und Frieden unter dem abgeholzten Baum.

Wir wollen Fressen und Saufen und Schlafen.

Gute Nacht !

Gysi geht und schweigt

Ich kann mich dem Medienspektakel um den Abgang von Gregor Gysi nicht anschliessen. Das Gysi endlich geht ist keine Tragödie, sondern ein Schlag ins Gesicht der SED Opfer. 25 Jahre hat sich ein Mann an der Spitze einer Wendehals Partei gehalten, der nicht nur bis zum Hals in den Verstrickungen der SED steckte. Was ich schlimm finde ist nicht nur diese Verstrickung. Viel schlimmer finde ich die Leugnungen und Windungen des Herrn Gysi. Und auch in der Abschiedsrede, die durchgeprobt bis zur letzten Träne war, kann mich nicht überzeugen. Da versucht einer, mittels Emotionen, weiter zu Vertuschen und von der eigenen Schuld abzulenken. Ich stimme Reinhard Mohr in der BZ zu, der sich nicht in den Chor der Schweiger und Heuchler einordnet.  Er schreibt:

Das Wichtigste beim Gysi-Rücktritt wird unterschlagen…

…denn trotz der großen öffentlichen Rührung war Wendehals Gysi stets ein treuer Gefolgsmann der Unrechtspartei SED, findet Autor Reinhard Mohr.

Zusammen mit Oskar Lafontaine trug Gysi dazu bei, dass durch die Vereinigung von PDS und WASG zur Linkspartei jede Menge altkommunistische Kader aus Westdeutschland in den Bundestag strömten, Leute, die Gysi inzwischen selbst für gefährliche “Spinner” hält. Zu spät.

Wahrscheinlich ist es auch zu spät dafür, dass Gysi endlich reinen Tisch macht. Dass er von 1975 bis 1986 unter den Decknamen “IM Gregor” und “IM Notar” für die Stasi gearbeitet habe, bestreitet er seit 25 Jahren unermüdlich, obwohl der Deutsche Bundestag dies nach gründlicher Prüfung mehrmals offiziell festgestellt hat. Und immer noch läuft gegen ihn in Hamburg ein staatsanwaltschaftliches Ermittlungsverfahren wegen”„falscher eidesstattlicher Versicherung”.

Ob es zur Anklage kommt, wird dieser Tage entschieden. Einfacher wäre es, Gysi würde sich endlich zur Wahrheit bekennen. Dann, aber auch nur dann, hätte er den Respekt aller verdient.

Antisemitism International

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Früher, als ich, politisch gesehen, noch grün hinter den Ohren war, habe ich mich (auch) bei Amnesty International engagiert. Manchmal tut man eben mehr als man kann. Heute schäme ich mir, in dieser antisemitischen Organisation tätig gewesen zu sein.

Wie so viele Heuchler für die Menschenrechte ist auch Amnesty International auf dem Auge blind, das Menschenrechtsverletzungen der angeblichen „Autonomiebehörde“ untersuchen soll. Menschenrechtsverletzungen werden von Israelis begangen. In den Autonomiegebieten ist der menschenrechtliche Himmel auf Erden ausgebrochen. Amnesty International hat ganz eindeutig ein Problem mit Israel.

Damals habe ich das noch nicht gesehen, weil ich noch nicht sensibilisiert war. Das ist keine Entschuldigung, ich weiss. Was bleibt zu tun ?

Nun, es ist wichtig auf den Antisemitismus hinzuweisen, der in Form einer Feindschaft gegenüber dem jüdischen Staat daherkommt.

Das gilt gerade auch, wenn in heuchlerischer Manier, die Menschenrechte in Anspruch genommen werden. Für amnesty international und deren geistigen Mitstreiter gelten Menschenrechte für alle. Ausser für Juden. Wenn amnesty international wenigstens so mutig wäre, diese Wahrheit auszusprechen …

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Friede, Freude, Eierkuchen

Wenn ich die Berichterstattung zum Thema „50 Jahre deutsch-israelische Beziehungen“ verfolge wird mir übel. Alles ist ganz toll, da umarmt ein Gauck einen Rivlin und es werden warme Worte gesprochen. Nur haben diese warmen Worte rein gar nichts mit der Realität zu tun.

Die warmen Worte zeigen, wie abgehoben die politische Klasse dieses Landes von der Realität sind.

Kein Wort über eingewanderten Antisemitismus, kein Wort über die Bedrohung(en) jüdischer Menschen und Einrichtungen in Deutschland.

Ein bisschen Unterricht in Realität wäre da nicht schlecht. Zur gleichen Zeit, in der Friede, Freude, Eierkuchen praktiziert wird darf Rolf Verleger, im Deutschlandfunk, seinem Hass auf Israel freuen Lauf lassen. Und morgen wird ausgerechnet Martin Schulz der Aachener Karlspreis verliehen.

Das ist die Realität hinter dem Geschwafel dieser Tage.

Mazel Tov !