Die katholische Kirche und die Judenmission

Die katholische Kirche und der Antijudaismus. Eine unendliche Geschichte. Was soll man anderes erwarten ? Nur gut, das die israelische Politik nicht darauf angewiesen ist, was christliche Antijudaisten absondern. Und das dieser Mist so kurz vor Karfreitag den antijudaistischen Himmel erblickt, wird ist wohl auch kein Zufall.

Die katholische Kirche hätte genug damit zu tun, ihre Judenmissionare ruhig zu stellen. Was sich, in dieser Richtung, abspielt, spottet jeder Beschreibung. In Sachen Judenmission (oder Vernichtung des Judentums) hat die katholische Kirche absolut nichts aus ihrer Geschichte gelernt. Da gibt es leider auch kein klares Wort von Franziskus.

P.S. Israel ist Israel und nicht das Heilige Land. Das der Staat Israel (im Jahre 1948 ausgerufen wurde, hat sich wohl nicht bei den Bischöfen herumgesprochen. Dieser Staat ist leider viel zu spät ausgerufen worden. Sonst hätten Millionen Juden, vor dem deutschen Massenmord, gerettet werden können. Und an diesen Massenmord waren beide „christlichen“ Kirchen massgeblich beteiligt. Ich empfehle den Bischöfen die Lektüre des kleinen Büchleins „Der Stellvertreter“ von Rolf Hochhuth.

Ein anderes Büchlein für „unsere“ Bischöfe, dass diese natürlich nicht werden, ist eine Untersuchung von Daniel Jonah Goldhagen, die ich, kurz nach dem Erscheinen, verschlungen habe. Das Büchlein trägt den Titel „Die katholische Kirche und der Holocaust“. Dieses Büchlein scheint mir die beste Zusammenfassung des Themas zu sein.

Zwei Meldungen

Die Welt.de berichtet über einen dramatischen Anstieg des Antisemitismus in Deutschland. Die Meldung ist sicherlich keine Neuigkeit. Was mich nachdenklich macht ist die Tatsache, das für den Anstieg der Zahlen, unter anderem, ein Onlineportal verantwortlich gemacht wird. Was will und diese Passage der Meldung sagen ? Das es ohne dieses Portal, und damit verbunden, den Meldungen, weniger Antisemitismus geben würde ? Oder das die bösen Opfer von Antisemitismus es wagen, sich zu outen ? Oder das wir ruhiger schlafen sollen ? Das Portal ist übrigens keine wirkliche Neuigkeit. Das Internetportal hagalil hat eine entsprechende Seite schon lange. Aber das wissen die Autoren der Meldung natürlich nicht. Ordentliche Recherche gehört wohl der Vergangenheit an.

Und diese Meldung liest man in deutschen Medien wohl nicht. Eine Bank in Berlin weigert sich, einem Israeli, der in Berlin lebt, ein Konto zu eröffnen. Solche Kunden will man nicht haben. Die abenteuerliche Begründung lautet, das Inhaber eines israelischen Passes unter „das Embargo“ fallen. Wenigstens entschuldigt sich Bank mit der Ausrede, das es sich um einen bedauerlichen Fehler „eines jungen Kollegen handelt“ und das man „den Vorgang“ zutiefst bedauere. Der junge Kollege sei noch in der Ausbildung und wisse nicht „wie man richtig mit solchen Situationen fertig wird“. Man kann es auch ein Bauernopfer nennen.

Dampf ablassen !

Der Terror geht weiter. Der dritte Anschlag in Israel. Petah Tikwa, Jerusalem, Jaffa. Die Anschläge des heutigen Tages. Die 3. Intifada (es ist umstritten, ob diese stattfindet) ist in vollem Gange. Ein Ende des Terrors ist nicht absehbar.

Der Terror gegen israelische Zivilisten findet (auch) in Deutschland genügend Anhänger. „Israel ist am Terror selbst schuld“ hört man (nicht nur) in linken Kreisen, die vorgeben, die aufgeklärte Elite (nicht nur) in Deutschland zu sein. Linker Antisemitismus ist wahrlich kein neues Phänomen. In gewisser Weise ist Antisemitismus links der Mitte verlogener als Antisemitismus rechts der Mitte. Rechtsfaschisten geben wenigstens zu, Juden zu hassen. Linksfaschisten hassen natürlich keine Juden. Da werden Palästinenser instrumentalisiert.

Ich bin bekennender Grüner und ein Linker per Sozialisation. Umso schmerzlicher ist für mich der linke Antisemitismus. Hannah Arendt sagte einmal: „Vor Antisemitismus ist man nur auf dem Mond sicher.“ Früher habe ich dieses Zitat für Übertrieben gehalten. Heute weiss ich, das Hannah Arendt Recht hatte. Selbst der von mir geschätzte Konstantin Wecker hat ein Israelverständnis, das mir die wenigen Haare, die mir geblieben sind, zu Berge stehen lassen. Selbst Musik trieft vor Antisemitismus. Und ich spreche nicht von Wagner. Das ist ein Kapitel für sich. In bin immer noch der Meinung, das Stücke von Wagner in Israel nicht aufgeführt werden sollen, solange auch nur ein Holocaust Überlebender sich, durch diese Musik, an die NS Zeit erinnert fühlt. Wo wir bei der Debatte um Barenboim und dessen ganz spezielle Sicht auf Israel wären. Der Kreis schliesst sich nicht.

Eine Debatte innerhalb des Staates Israel ist aber etwas Anderes als eine Debatte ausserhalb Israels. „Man wird doch wohl noch sagen dürfen …“ ist eine ziemlich schwache Schutzbehauptung, um seinen Antisemitismus zu decken. Wenn diese Redewendung kommt, ist klar, dass es nicht (mehr) um die Sache geht, sondern darum, Juden zu diffamieren. Wobei man natürlich nichts gegen die Juden in Deutschland hat. Aber wehe denen, die ihre Solidarität mit Israel zum Ausdruck bringen. Die sind dann Zielscheibe (nicht nur) von verbalen Attacken. Die E-Mails, welche die Botschaft des Staates Israel oder (auch) die Online Plattform hagalil treffen, spricht Bände. Über einschlägige Kommentare in den Online Ausgaben der Welt, des Spiegel, der Zeit möchte ich gar nicht reden. Ich habe gerade zu Abend gegessen.

So, jetzt habe ich Dampf abgelassen. Und werde israelisches Fernsehen schauen. Zur Erholung.

Wohl bekommt’s.

Nachtrag:

One person has been killed and nine wounded in a stabbing attack spree by an Arab terrorist in Jaffa.

Several of the injured victims are in serious condition.

The attacker struck at two separate locations near the marina, before being tackled and arrested by police.

According to police, the terrorist first stabbed three people at the marina, before running to a nearby restaurant and stabbing four others.

The attack came as US Vice President Joe Biden arrived in Israel Tuesday evening, for the start of an official visit. Biden was in Jaffa at the time of the stabbing, as he was attending an event at the Peres Center for Peace.

It is the third attack in quick succession Tuesday, following a stabbing attack in nearby Petah Tikva, and a shooting attack in Jerusalem.

Earlier on Tuesday, two stabbing attacks were thwarted in the Jerusalem area by alert police.

Kauft nicht bei Siedlern !

Es kam nicht überraschend. Eigentlich hatte niemand etwas anderes erwartet als die Kennzeichnung mit dem gelben Stern. Nein, so weit ist es noch nicht. Erst einmal müssen Produkte aus den israelischen Siedlungen den palästinensisch besetzen Gebieten dran glauben. Erst das eine, dann das andere. Immer mit der Ruhe. Ein gewisser Herr Hitler hat auch nicht an einem Tag 6 Millionen Juden abgeschlachtet. Vor dem „Kauft nicht bei Juden“ ist das „Kauft nicht bei Siedlern“ vorgeschaltet worden.

eu-juden

(Übrigens fand das Event kurz nach dem 09. November, dem Tag der verlogenen Krokodilstränen, statt.)

Die Europäische Union ist also einen Schritt weiter in Richtung Schoa gegangen. Sammelbecken wie Pegida wird es freuen.

Der Grenzgänger kann, an der Kennzeichnungspflicht, allerdings auch etwas Gutes sehen: Er wird in den deutschen konsumistischen Verblödungsanstalten verstärkt nach kennzeichnungspflichtigen Produkten schauen. Wenigstens das.

Als Kennzeichen schlägt der Grenzgänger das folgende vor:

xx002704

Das kennen die Deutschen und wissen, wie sie sich zu verhalten haben.

Und die linken Antisemiten bekommen nasse Höschen.

Na dann kann ja nichts mehr schiefgehen.

Lieber spät als nie

Der Vorsitzende des Zentralrates der Juden in Deutschland, Josef Schuster, warnt vor zunehmenden arabischen Antisemitismus in Deutschland. Grund der Warnung ist der Zustrom von Flüchtlingen nach Deutschland. Ehrlich gesagt habe ich diese klaren Worte schon länger erwartet. Die Warnung kommt spät, hoffentlich nicht zu spät. Mal sehen, wie Mama Merkel mit dieser Warnung umgeht. Vermutlich wird Mama diese Warnung ignorieren. Das ist Politik nach Merkels Geschmack. Jeder Konfrontation aus dem Wege gehen. Glückwunsch, Mama. Und spare dir Deine Worte wenn (wieder) die erste Synagoge in Deutschland brennt.

Antisemitisches Festival

Es ist nicht nur traurig. Es ist unfassbar. Der jüdische Sänger Matisyahu wurde beim spanischen Reggaefestival Rototom Sunsplash ausgeladen. Der einige Grund: Matisyahu ist Jude.

Der vorgeschobene Grund: Matisyahu sollte eine Erklärung für einen Palästinenserstaat unterzeichnen.

Ist das krank !?

Matisyahu hat die antisemitische Erklärung, die faktisch das Ende des Staates Israel fordern sollte, nicht unterzeichnet.

Nun findet das Festival in Spanien ohne einen der grossen Reggae Künstler unserer Zeit statt.

Die Veranstalter können zufrieden sein.

Was lernen wir aus diesem Vorgang ?

Matisyahu hören, Matisyahu Tonträger kaufen, öffentlich zu Matisyahu bekennen.

Wir alle sind das Netz der Bekenntnisse.

Mit Reggae machen Bekenntnisse sogar Spass 🙂

Braucht Antisemitismus einen Grund ?

Die Zahl der antisemitischen Straftaten in Deutschland ist in besorgniserregende Höhen gestiegen.

Hakenkreuzschmierereien an Synagogen, Hetze auf Demonstrationen, Schändung jüdischer Friedhöfe: In Deutschland ist die Zahl der Straf- und Gewalttaten mit antisemitischem Hintergrund 2014 stark gestiegen. Wurden 2013 insgesamt 1275 Fälle registriert, waren es im vergangenen Jahr 1596 – ein Anstieg um mehr als ein Viertel. 2013 wie 2014 waren überwiegend Rechtsradikale für die Übergriffe verantwortlich, auch für die gewalttätigen. Das geht aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage des Grünen-Politikers Volker Beck hervor, die dem Tagesspiegel vorliegt.

Noch schlimmer sieht es bei antiisraelischen Straftaten aus.

Noch eklatanter ist die Zunahme antiisraelischer Straftaten, die von den Behörden unter dem Begriff „Israel-Palästinenser-Konflikt“ aufgelistet werden: 2013 gab es 41 solcher Vorfälle – 2014 waren es 575. Davon gingen 91 mit Gewalt einher. Auch das ein großer Unterschied zu 2013: Damals wurden laut offizieller Statistik keine Gewalttaten mit antiisraelischem Hintergrund registriert. Auffallend ist zudem, dass die Behörden die Übergriffe des Jahres 2014 größtenteils der „politisch motivierten Kriminalität von Ausländern“ zuordnen (331 von 575).

Und doch sind die Juden, wieder einmal, an allem schuld. Natürlich sind (eingewanderte) Antisemiten gute und friedfertige Menschen, die nur gegen den bösen Krieg in Gaza protestieren wollen. Um das auf die Reihe zu kriegen werden halt jüdische Friedhöfe geschändet, Anschläge auf Synagogen verübt

Wenigstens ist den Behörden aufgefallen das

die Übergriffe des Jahres 2014 größtenteils der „politisch motivierten Kriminalität von Ausländern“ zuordnen

sind. Und doch wird auch hier verharmlost. Die Auslänger sind eingewanderte Islamisten, die einen längst keine Randgruppe mehr sind. Weil viele von diesen Leuten inzwischen eingebürgert worden sind, ist auch eine Abschiebung kaum mehr möglich.

Da können dann Nazi Parolen, aus den Hälsen von Islamisten, ohne Angst vor Strafe gebrüllt werden. Göbbels wäre über seine neuen Verbündeten begeistert gewesen. Und der Antisemitismus/Islamismus hat längst deutsche Schulen erreicht.

Nein, islamistischer Antisemitismus braucht keinen Gaza Krieg als Brandbeschleuniger. Die Anwesenheit der braunen Brut, in Gestalt der zugewanderten Islamisten, reicht völlig.

Wird Deutschland die Geister wieder los, die es selbst gerufen hat ?