Von Firefox zu Google Chrome

Der Grenzgänger ist umgestiegen. Von Firefox auf Google Chrome. Ich muss schon sagen: Google Chrome hat wirklich viel zu bieten. Optisch sieht der Browser sehr modern aus. Aber es gibt auch viele nützliche Kleinigkeiten wie etwa einen elektronischen Notizblock. Auch Adblock gibt es für den Google Chrome. Es wundert mich überhaupt nicht das Google Chrome dem Firefox Browser das Feld streitig macht. Ich weiss was jetzt einige denken: „Datenkrake“, „gläserner User“ und so weiter. Ich glaube die Google Hype ist eine typisch deutsche Diskussion. Wer hat die meiste Angst? Wer hat die düstersten Visionen? Darum scheint es mir bei der Google Diskussion zu gehen. Ich finde es schön das sich immer weniger Menschen Angst machen lassen. Die Entwicklung, hin zu Google, spricht für sich.

Schöne, neue, Browser Welt

Jetzt geht es aber zur Sache. Schon am 21. Juni 2011 soll Firefox 5 erscheinen. Wenn man bedenkt, wie lange es bis zur Veröffentlichung von Firefox 4 gedauert hat. Alle 3 Monate soll nun ein neuer Firefox erscheinen. Ich denke aber auch das es keinen wirklichen Grund für den Wettbewerb der Versionsziffern gibt. Viel wichtiger finde ich, was sich qualitativ ändert. Firefox 4 hat eine Menge neuer Funktionen mitgebracht. Firefox 4 sieht transparenter aus als seine Vorgänger. Firefox 4 ist deutlich schneller als seine Vorgänger. Ich bin gespannt, welche Neuerungen Firefox 5 mit sich bringt.

Auch Google hat eine erste Betaversion des Chrome 11 herausgebracht. Google Chrome 11 besticht erst einmal durch sein neues Logo. Ich finde das neue Logo sieht transparenter aus. Ich habe die Betaversion heruntergeladen und ein bisschen getestet. Aber ich kann, bisher, keine grossen Veränderungen gegenüber Google 10 erkennen. Was positiv auffällt, ist, das der Werbeblocker in Google 11 (Beta), noch besser und stabiler funktioniert als sein Vorgänger. Zwischen dem Adblock für Firefox und Adblock für Google gibt es keine erkennbaren Unterschiede in den Ergebnissen mehr.

Hier, im Werbeblocker, liegt ein riesiger Nachteil des Internet Explorer 9. Der Werbeblocker des Explorer läuft, vorsichtig ausgedrückt, suboptimal.

Allen Browser gemeinsam ist, dass höhere Ansprüche an den Arbeitsspeicher, gestellt werden. Nachdem ich immer wieder Leistungswarnungen bekommen habe, bin ich ins Internet gegangen und habe mir zusätzlichen Arbeitsspeicher besorgt. 4 GB, gekauft bei Amazon. Das Einbauen des Arbeitsspeichers ist denkbar einfach. Mit 4 GB Arbeitsspeicher läuft der Rechner nicht nur schneller. Es gibt auch keine Leistungswarnungen mehr.

Die Erhöhung der Arbeitsspeicher-Belastung ist wohl der Preis für die neue, bunte, Browser Welt.

Langsamer Firefox ?

Wenn Firefox langsam arbeitet, kann der Grund einfach sein: Es wurden (zu viele) Add-ons installiert. Hier findet sich eine Grafik, die beschreibt, welche Add-ons den Firefox am meisten ausbremsen. Pro Add-on verlangsamt sich der Start des Firefox um durchschnittlich 10 Sekunden.

Eigentlich waren Add-ons einmal ein Qualitätsmerkmal von Firefox. Aber nun zeigt sich das dieser Vorteil auch ein paar Nachteile mit sich bringt. Der Anwender muss entscheiden, ob er einen perfekt an seinen Bedürfnissen angepassten, Firefox möchte oder aber einen schnellen Browser.

Ich kann die Ergebnisse der Grafik nur unterstreichen. Seitdem ich nur noch ein einziges Add-on benutze, arbeitet mein Firefox deutlich schneller. Der Browser startet deutlich und spürbar schneller. Auch der Aufbau von Seiten geht deutlich schneller.

Also: Man sollte prüfen, welche Add-ons wirklich nötig sind und den Rest in Rente schicken.

Schneller Firefox ohne Toolbars

Die Mozilla Foundation will in Zukunft Leistungswarnungen für den Firefox Browser herausgeben. Ich finde die Idee sehr gut. Add-Ons sind zwar eine gute Sache. Aber man sollte nur installieren, was auch benötigt wird. Ich habe z.B. nur den AdBlock (Werbeblocker) installiert. Jedes Add-On macht den Browser langsamer.

Nach Angaben von Justin Scott, Produktmanager in Mozillas Firefox-Addon-Team, steigt die Startzeit des Browsers pro installierter Erweiterung durchschnittlich um zehn Prozent. Seiner Erfahrung zufolge verdoppelt sich die Startdauer von Firefox bei zehn installierten Erweiterungen.

Die Sache mit den Toobars sehe ich ähnlich. Um ungefragt Toolbars zu erhalten, ist es hilfreich, Anwendungen benutzerdefiniert zu installieren. Das kostet zwar mehr Zeit. Aber so verhindert man den ungefragten Download von Toolbars, die nachher wieder deinstalliert werden müssen, wenn der Browser schnell bleiben soll. Auch bei Toolbars lohnt sich die genaue Überlegung, was notwendig und gewünscht ist. Meine einzige Toolbar ist die Israel Radio Anwendung. Auch die habe ich benutzerdefiniert aufgespielt. Da waren doch ein paar Anwendungen, im Hintergrund, die ich nicht auf meinem Rechner haben möchte.

Scribus und Thunderbird

Ich brauche ein Programm um Gemeindebriefe zu erstellen. Bisher habe ich den Windows Publisher verwendet, allerdings nur in der Testversion. Nun, nach Ablauf der Testzeit, stand ich vor der Frage, ob ich eine Lizenz für den Windows Publisher kaufen soll. Oder nicht? Meine Entscheidung lautet: „NEIN!“ Es gibt ein schönes und kostenloses Programm, das so gut arbeitet wie Windows Publisher.

Das Programm heisst Scribus. Ich finde der Einstieg ist nicht schwer. Für Fragen gibt es eine Anwender Seite. Ich verstehe ja das die Entwicklung von Programmen Geld kostet. Aber ich finde den Preis von Windows Publisher (162 Euro) schon ziemlich heftig. Das gilt vor allem dann, wenn es eine Redaktion gibt, die vorzugsweise am heimischen PC arbeitet. Jedes Mitglied des Redaktionsteams müsste sich eine Lizenz für den Windows Publisher kaufen. Das sehe ich gar nicht ein. Scribus tut auch seine Arbeit und ist verlässlich.

Ich boykottiere auch den Outlook Express. Da gibt es Thunderbird. Ich habe die Erfahrung gemacht das Thunderbird schnell und einfach einzurichten ist und tadellos funktioniert. Es fehlt zwar ein Kalender. Aber dafür gibt es den Google Kalender.

So stelle ich mir meine ganz eigene virtuelle Welt zusammen. Schön, dass es so viel Auswahl gibt.

Stichtag 22. März 2011

Am 22. März 2011 soll die endgültige Version des Firefox 4 Browsers erscheinen. Ich arbeite seit einigen Monaten mit der Betaversion von Firefox 4 und habe keinen Grund zur Klage. Ich persönlich glaube nicht dass, die endgültige Version von Firefox 4, noch viele Verbesserungen bringen kann. Aber ich lasse mich natürlich gerne eines Besseren belehren.