Nun also Amona

Nun also Amona. Ich fühle mich zurückversetzt ins Jahr 2011. Gush Katif. Die Vernichtung einer blühenden Siedlung. Gush Katif. Die Vernichtung einer blühenden jüdischen Gemeinde. Gush Katif exekutieren für den Frieden ? Ach, wenn es nicht so traurig wäre, könnte ich mir den Bauch vor lauter Lachen nicht halten. Aber mir bleibt ein Lachen im Halse stecken. Nach der Vernichtung von Gush Katif hat der Terror gegen den Süden Israels richtig an Fahrt aufgenommen. Wer einmal in Sderot war, weiss was Raketenterror bedeutet. Vor lauter Sirenen könnte man auch gleich im Bunker bleiben. Baruch he Shem versuchten die Menschen in Sderot ein möglichst „normales“ Leben zu führen. Wie gesagt: der Terror hat, nach der Vernichtung von Gush Katif, erst richtig begonnen.

Nun also Amona. Der Staat Israel hat den Bewohnern von Amona eine Galgenfrist von sieben Monaten gegeben. Um 7 Monate wäre also die Vernichtung von Amona verschoben worden. Der Oberste Gerichtshof hat diese Galgenfrist abgelehnt.

Nun soll Amona am 25. Dezember 2016 geräumt (vernichtet) werden. Das Urteil des Obersten Gerichtshofes hat immerhin den Vorteil, dass nun die Fakten auf dem Tisch liegen. Und die Siedler von Amona werden nicht kampflos gehen. Das haben übrigens die Siedler von Gush Katif auch nicht getan. Die Siedlung wurde vernichtet. Aber die Siedler sind mit erhobenem Haupt gegangen. Eine Vertreibung mit Widerstand.

Nun als Amona. Die Bewohner der Siedlung Amona werden nicht kampflos gehen. Ganz im Gegenteil: Sie bereiten sich auf die Räumung vor. (Ich finde das Wort „Evakuierung“ trifft die Sache nicht um Kern. Es ist ein Wort der Verhöhnung oder Verharmlosung oder ein Wort, um das Gewissen zu beruhigen).

Übrigens müssen die Richter des Obersten Gerichtes ihr Urteil nicht selbst umsetzen. Dafür sind die Armee und die Polizei gut genug. Die Richter des Obersten Gerichtes bleiben lieber in ihren bequemen Sesseln setzen.

Der Kampf um Amona ist nicht verloren. Bis zum 25. Dezember 2016 bleibt noch ein wenig Zeit, um die Vernichtung einer blühenden Siedlung zu verhindern oder wenigstens aufzuhalten.

Verschwiegene Informationen

Wer Informationen über die Siedler Bewegung in Israel aus erster Hand bekommen will, dem sei ein Abonnement der Mailingliste der Women in Green ans Herz gelegt. Die Women in Green haben auch ein hochinteressantes Weblog. Beide Medien liefern Informationen, die in den deutschen Medien totgeschwiegen oder verfälscht werden. Aber im virtuellen Zeitalter können Informationen nicht mehr unterdrückt werden. Es ist unsere Aufgabe, Informationen, die sonst unter den Tisch fallen, zu verbreiten. Um mich dieser Aufgabe konstruktiv zu stellen betreibe ich dieses Weblog.

Virtuelle Welt: Ich, die Siedlerin

Gibt es Zufälle ? Ich weiss es nicht. Ich glaube eher an g“ettliche Wegweisungen. Eine Wegweisung führte mich zu Chaja Tal. Chaja ist eine jüdische Stimme aus Judäa. Eine Siedlerin aus Gush Etzion. OK, ich bin besorgt um die Gesundheit einiger lieber Menschen. Also kommt mal wieder runter von den Bäumen. Hoher Blutdruck ist ungesund. Aber ich selbst, (muss ich das betonen ?), bin ein unverbesserlicher Anhänger der Siedlerbewegung. Das habe ich an vielen möglichen und unmöglichen Orten gesagt und geschrieben. Nun, damit macht man sich keine Freunde. Aber das ist auch nicht wichtig. Wichtig ist, sich am nächsten Morgen im Spiegel betrachten zu können.

Wo wir gerade bei den Siedlungen sind. In Jerusalem gibt es ein wunderbares Museum. Das Gush Katif Museum. Wirklich sehenswert.

Ich würde mich freuen, wenn einige mir bekannte Menschen, vom Baum der selbstgerechten Verurteilung der Siedler in Israel herunterkommen und sich wenigstens mit dieser Stimme aus Judäa, mit Chaja Tal, auseinandersetzen. Kritischer Dialog ist besser als unkritische Kritik. Allerdings auch anstrengender. Aber Selbst Denken lohnt sich. Immer.

Die gute Nachricht aus Hebron

G“tt selbst hat der jüdischen Gemeinschaft ein Geschenk gemacht. Er hat selbst in die Geschichte eingegriffen. Nach 5 Jahren des Kampfes konnten die jüdischen Bewohner wieder ins Friedenshaus einziehen.

img63683

img63681

img63676

Der israelische Verteidigungsminister genehmigte die Rückkehr. Orit Struk (MK) sagte, dass heute ein Tag zum Feiern ist. Ausserdem hätte sich die jüdische Justiz gegenüber der arabischen Mentalität des Mordens durchgesetzt. Wahre Worte. Mutige Worte. Auch Nadia Matar und Yehudit Katzover von den „Women in Green“ gehörten zu den ersten Besuchern in Hebron.

Ich denke an Moshe Levinger und dessen Kampf für die jüdische Gemeinschaft in Hebron zurück. Wie schwer war der Kampf. Und er hat in einem Sieg geendet. Das Massaker von 1929 hat Hebron nicht „judenrein“ gemacht.

image

Insofern gehört der heutige Sieg auch in eine grössere historische Linie. Diese Linie beginnt mit Avraham, der hier eine Grabstätte für seine Frau Sarah gekauft hat (die Machpela-Höhle). Leider wird dieser Geschichtsort des jüdischen Volkes von der arabischen Bevölkerung in Hebron regelmässig geschändet. Aber die Geschichte, zumal die Geschichte der Thora, wird immer wieder siegen, Baruch Ha Schem.

The Cave of Machpela   Short Tour

Das nächste Ziel ist klar: Gush Katif muss wieder erbaut werden. Gaza muss wieder seinen Platz im jüdischen Staat einnehmen. Auch wenn der Kampf lange dauern sollte. Am Ende wird die Hand Haschems siegen. Baruch ha Schem !

Zwei Stimmen zu E 1

Die Empörung über das israelische Bauprojekt E 1 schlägt mal wieder Wellen. Ich werde jetzt nicht zu einer neuen Verteidigung des israelischen Siedlungsbaus ansetzen. Das hatten wir schon oft genug. Auch zum Bauprojekt E 1 habe ich mich schon geäussert.

Ich möchte Euch mit zwei Artikeln aus der israelischen Online-Zeitung „Ynet“ vertraut machen.

Im 1. Artikel beschreibt Yochanan Visser, wie sich die Europäische Union von der Realität losgelöst hat.

Im 2. Artikel begründet Hanoch Daum das Recht Israels zu bauen.

Beides sehr lesenswerte Artikel.