Extremwetter

Das Stichwort „Extremwetter“ wird uns wohl durch das Jahr begleiten. Erst war es extrem warm. Dann war es extrem nass. Jetzt ist es extrem drückend. Und die Vorhersagen sind nicht ermutigend.

Es gibt, nach den Bildern aus Wuppertal, immer noch genug Menschen, die bestreiten, das es einen Klimawandel gibt. In Deutschland. Nicht in den USA. Welche Bilder muss es eigentlich noch geben ? Wo hört Verdrängung auf und wo fängt Pathologie an ?

 

Theorie und Praxis

Natürlich weiss ich um die Klimaschädlichkeit der Fliegerei. Und trotzdem liebe ich Flugzeuge. Vor ein paar Wochen war ich am Frankfurter Flughafen, um an einer XXL Rundfahrt teilzunehmen. Da hat man viel Zeit und auch sehr schöne Einblicke in die Welt des Fliegens.

Besonders verliebt habe ich mich ins Modell Airbus A 380. wer diese Königin vor sich sieht, der wird kaum umhinkommen, in Flug Lust zu verfallen. Und diese Königin live zu sehen, ist doch etwas anderes als Bilder und Videos.

Trotzdem werde ich am Ende des Beitrages zwei Bilder einstellen. Nicht perfekt. Aber selbst gemacht 🙂

Die Mitfahrer waren ebenso beeindruckt von diesem Geschöpf. Und der Guide meinte, die Menschen wären so fasziniert, das es (noch) eine Extra Tour zum Thema A 380 gibt.

Natürlich ist es unlogisch. Aber sobald ich wieder fliegen darf, werde ich in ein Flugzeug steigen. Nun, man kann natürlich sagen, es ist Ablasshandel. Aber ich würde die Flugmeilen, das heisst den CO 2 Ausstoss,  wenigstens bei atmosfair kompensieren. Aber noch darf ich nicht wieder fliegen. Bisher ist die Gefahr von heftigen Panikattacken zu gross. Ich hatte schon öfters Panikattacken beim Fliegen und eine hat mich gleich in ein israelisches Krankenhaus gebracht. Also muss ich weiter üben, mit diesen Panikattacken umzugehen. Dann werde ich auch wieder abheben dürfen.

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Ich bin gerührt …

Nach Tausenden von Toten sieht sich unsere (nicht vorhandene) Bundesregierung genötigt, Fahrverbote zu verhängen, wenn die Abgasbelastung in deutschen Städten so hoch ist, das selbst deutsche Grenzwerte überschritten werden. Über die Zahl der Toten gibt es weite Spannen in den Meldungen. Ich werde mich an dieser perversen Diskussion nicht beteiligen. Klar ist nur: Lieber zu spät handeln, als gar nicht zu handeln.

Ich ahne schon jetzt, das die Debatte über die Toten, verursacht durch den Individualverkehr, destruktiv verlaufen wird. Wie wäre es damit, diese neue Entwicklung zu einer positiven Erfahrung zu machen ? Wie wäre es auf den ÖPNV umzusteigen, auf das Fahrrad, oder die eigenen zwei Beine ?

Aber nein, es wird weder diese Diskussion geben und erst Recht keine Verhaltensänderung. Da streitet man doch lieber über Grenzwerte und Tote durch die giftige Luft unserer Städte.

Unsinnige Staudämme

Manchmal kann ich mich über die Gläubigkeit an technische Lösungen nur wundern. Glaubt wirklich jemand, die Fluten der Zukunft alleine durch Staudämme in den Griff zu bekommen ? Wäre es keine bessere Idee, die Ursachen der Fluten zu bekämpfen ? Zum Beispiel den Klimawandel, den viel zu hohen CO 2 Ausstoss unserer Mobilität, unseren Flugverkehr, der immer mehr zunimmt, immer günstiger wird,  und damit auch immer mehr Treibhausgase produziert ? Unseren wahnwitzigen Ernährungsstil, unsere Lebensweise an sich, die viel zu oft nicht durchdacht ist ?

Wäre es, ganz kurzfristig, keine besser Idee, Beton zurückzubauen, anstatt neuen Beton zu verbauen ?

Das Problem an der Sache ist, das wir einfach glauben wollen, „die Technik“ wird unsere Probleme schon lösen. Das ist bequem – und unsinnig. Den Preis unseres „Immer weiter so“ werden die zukünftigen Generationen bezahlen.

Schöne Aussichten.

Oder ?

Noch ein verlorenes Jahr für das Klima

Silvester. Es stürmt. Das Thermometer reisst die 13 Grad Marke. Deutschland im Dezember.

Nein, es war kein gutes Jahr für das Klima. Wann war überhaupt das letzte gute Jahr für das Kima ?

Alle Klimakonferenzen haben eines gezeigt: Die Unfähigkeit und den Willen, etwas für unser Klima zu tun.

Zu gross ist der Druck von Lobbyisten, zu gross ist der Unwille, eingefahrene Wege zu verlassen. Auch bei mir.

Und es ist der immer gleiche Satz: „Was kann ich schon tun ?“. Nun, wir alle (auch ich) könnten eine Menge tun. Auch ich selbst. Immerhin: Ich fahre kein Auto und habe keinen Fernseher. Ich hoffe, mein Konsum hält sich in Grenzen – und er ist immer zu hoch, um so etwas wie Nachhaltigkeit zu erzeugen.

Es bleibt ein Lernprozess, das Klima zu schützen. Einverstanden. Aber wir sollten einfach anfangen. Oder akzeptieren, dass unser Klima im Arsch sein wird. Und wir gleich mit.

Ein gutes neues Jahr !